Mit E-Bikes geschehen häufiger Unfälle. Höhere Geschwindigkeit und anderes Fahrverhalten führen zu Stürzen und Verletzungen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 02. August 2020 (05:13)
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„Immer öfter werden Räder und vor allem E-Bikes als Fortbewegungsmittel im Alltag gewählt“, sagt ARBÖ Burgenland-Präsident Peter Rezar. Mehr als 750.000 E-Bikes wurden in Österreich schon verkauft. 2018 waren es 150.000 Stück, 2019 fanden bereits 170.000 Räder mit E-Antrieb einen Käufer.

Leider kommt es mit der steigenden Zahl an Elektrofahrrädern zu immer mehr Verkehrsunfällen. 2019 gab es in Österreich 1.555 Unfälle (im Burgenland waren es 27) mit E-Bikes und E-Scootern, dabei wurden 1.477 Personen verletzt bzw. getötet (im Burgenland 27). Im Vergleich dazu waren es 2018 lediglich 1.096 Unfälle (im Burgenland 15) mit 1.042 verletzten bzw. getöteten Personen (im Burgenland 14).

„Aufgrund der starken Nutzung der E-Bikes im Alltag und in der Freizeit geht der ARBÖ davon aus, dass die Unfallzahlen in diesem Jahr erneut steigen werden“, meint Rezar.

„Die Unfalltendenz ist bedenklich, und wir müssen leider feststellen, dass E-Bikefahrer die Gefahren oftmals einfach unterschätzen.“ Das Fahren eines E-Bikes unterscheidet sich von einem „normalen“ Fahrrad. Daher ist es wichtig zu wissen, worauf es ankommt. Besonders zu beachten ist der längere Bremsweg. Durch die höhere Geschwindigkeit verlängert sich dieser im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern beachtlich: Wer mit Tempo 25 unterwegs ist, hat einen etwa doppelt so langen Bremsweg als „Biker“, die mit 15 km/h unterwegs sind. Zudem verändert sich das Kurvenverhalten, was besonders beim Abbiegen zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch nasse Fahrbahnen sowie unerwartete Beschädigungen am Straßenbelag können Unfälle herbeiführen. Der ARBÖ empfiehlt, bevor es mit dem E-Bike los geht, zu trainieren.