NMS Schattendorf: Keine Zusammenlegung der Klassen. Es wird weiterhin eine eigene erste und zweite Klasse geben. Lediglich in Realfächern wie etwa Geografie werden die Schüler gemeinsam unterrichtet.

Von Richard Vogler, Helga Ostermayer und Christian Artner. Erstellt am 04. September 2020 (04:12)
In der Mattersburger Mittelschule wírd es heuer vier statt wie vergangenes Jahr drei erste Klassen geben.
Vogler

Am Montag startet das neue Schuljahr, bei der Neuen Mittelschule Schattendorf war vor einigen Wochen noch offen, was mit der ersten Klasse geschieht.

Die BVZ berichtete von wenigen Anmeldungen in der Neuen Mittelschule Schattendorf. Zu diesem Zeitpunkt war noch offen, ob es eine eigene erste Klasse oder eine gemeinsame Klasse mit Kindern der ersten und zweiten Schulstufe gibt. Auf Anfrage der BVZ am Montag dieser Woche war dies zu diesem Zeitpunkt noch offen: „Die Entscheidung dazu fällt am ersten Schultag“, berichtet Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz.

Die Leiterin der Neuen Mittelschule Schattendorf, Petra Leitgeb, versichert indes, dass die Kinder der ersten Klasse in allen Hauptgegenständen ungeteilt in ihrer eigenen Klasse unterrichtet werden. Im Rahmen der Schulautonomie werden jedoch die erste und die zweite Klasse in einigen Realfächern wie etwa Geografie oder Biologie gemeinsam unterrichtet.

„Als neue Schwerpunkte gibt es die Fächer Sport und Ernährung oder Coding und Robotik, aus denen die Kinder wählen können. NMS-Pädagogin Sigrid Pinter ging in Pension, ihr folgt der Eisenstädter Pädagoge Stefan Schirmer nach und Birgit Weiß wird die als Schulleiterin nach Neufeld berufene Uschi Wallner ersetzen“, berichtet Leitgeb und fährt fort: „Ab dem kommenden Schuljahr werden wir wieder eine regelmäßige Nachmittagsbetreuung in der NMS anbieten. Die Kinder können dann ihr Mittagessen in der Volksschule einnehmen, wo vom Heurigen Paisler aus Wulkaprodersdorf das Mittagessen für die Nachmittagsbetreuung geliefert wird.“

In der Mattersburger Mittelschule gibt es um eine Klasse mehr als im vergangenem Jahr, also vier statt drei erste Klassen. Nach den Pensionsantritten von Silvia Winter, Silvia Brezina und Harald Emmelschuh gibt es drei neue Lehrkräfte an der Schule.

Auch bei der Verpflegung gibt es eine Änderung. „Andrea Knöbl, die das Schulbuffet betrieben hat, ist in Pension. Diese wird nun die Walbersdorfer Bäckerei Giefing betreiben“, so Schulleiterin Uschi Piller, um weiter auszuführen: „Nachdem der Florianihof mit seinem Essen auf Rädern ausfällt, mussten wir uns etwas überlegen, es werden 100 Essensportionen am Tag angeliefer.t Wir haben mit der Firma Paisler aus Wulkaprodersdorf einen neuen Kooperationspartner gefunden. Diese hatte früher ein Schenkhaus, nun ist es auf Catering spezialisiert. Es ist ein zertifizierter Biobetrieb mit 50 Prozent Bio-Anteil. Dies geschieht im Rahmen einer Initiative des Landes Burgenland, das unter dem Namen ‚Biowende Burgenland‘ läuft.“

Mattersburgs Volksschuldirektorin Rafaela Strauß berichtet von „vier ersten Klassen und einer getrennt geführten Vorschulklasse. Dies bedeutet, dass wir um eine Klasse mehr als im vergangenem Schuljahr haben. Nach Stand Montag dieser Woche werden 390 Kinder die Schule besuchen, um 20 mehr als im Schuljahr 2019/20. In der Handelsakademie bleibt die Anzahl der Klassen unverändert und zwar 17 an der Zahl. Dies bedeutet auch, dass es eine erste Klasse in der HAK, eine in der Handelsschule, eine im Aufbaulehrgang und eine in der Fußball-HAK gibt.

Schulgebäude Anfang November fertig

Die größte Veränderung an der Neudörfler Mittelschule, das neue Schulgebäude, geht bereits mehr oder weniger in die bauliche Endphase. „Anfang November soll es für die Schüler und Schülerinnen bereit stehen“, berichtet Karin Sinawehl, die - auch eine Neuerung - im kommenden Schuljahr die Direktionsarbeit von der bisherigen Direktorin, Briggite Knotzer, die eine berufliche Auszeit, ein so genanntes Sabbatical einlegen wird, übernimmt. Die Wochen bis zu den Herbstferien wird noch im alten Gebäude unterricht. Dort wird es diesmals drei erste Klassen anstatt, wie sonst üblich, immer nur zwei geben. Ob sich das allerdings auf das neue Schulgebäude zurückführen lässt, dass im Inneren genauso modern sein wird, wie das Äußere vermuten lässt, will Sinwahel nicht mit Bestimmtheit sagen. „Das könnte natürlich auch andere Gründe haben.“

Auch in den Schulen ist Corona ein Thema. In der Mattersburger Volksschule wird es keine Schulveranstaltungen geben. In der Mattersburger Mittelschule wird „sofern das Wetter passt die Eröffnung im Freien stattfinden“, berichtet Piller.

Schulbälle: Die Handelsakademie hat ihren Schulball für den 20. November im Kulturzentrum Eisenstadt angesetzt. „Im Juni wollten wir noch nicht absagen, die Veranstaltung ist einmal reserviert. Hierbei ist noch alles in Schwebe, wir müssen noch abwarten, wie sich die Corona-Situation entwickelt“, berichtet Direktor Hackstock.

Auch in Neudörfl ist Corona weiterhin ein Thema. „Wir werden alle Maßnahmen einhalten, die notwendig sind, versuchen aber gleichzeitig den Schülern und Schülerinnen einen möglichst normalen Start in das Schuljahr zu bieten“, erklärt die Neudörfler Direktorin Sinawehl, die 1999 an der - damals noch - Hauptschule die Fächer Biologie und Deutsch zu unterrichten begann. Auch die Lehren, die man aus dem digitalen Home-Schooling-Unterricht zog, will man so gut als möglich weiterhin umsetzen. „Während der Corona-Zeit war es bei uns schon so, dass sich die Lehrer intensiv mit den digitalen Hilfsmitteln auseinander gesetzt haben. Es hat damals schon gut funktioniert und wir werden sicherlich dran bleiben, wo immer es sinnvoll ist.“