Loipersbach

Erstellt am 22. Juni 2018, 05:15

von Richard Vogler

Imker aus Leidenschaft. Der Loipersbacher Christian Freiler beschäftigt sich seit 2014 mit der Imkerei. Mittlerweile erntet er zwischen 200 und 250 Kilo im Jahr vom „süßen Gold“.

In der Natur. Christian Freiler beim Imkern in seinem Garten in Loipersbach.  |  BVZ, Richard Vogler

Seine Brötchen verdient Christian Freiler als Bediensteter beim Bundesheer in der Wiener Neustädter Militärakademie. Neben seiner Tätigkeit beim örtlichen Fußballverein, dem SV Loipersbach, hat er mit der Imkerei eine weitere Leidenschaft und wie so oft spielte hierbei der Zufall Regie.

BVZ

„Ich bin bei youtube auf eine Bienendoku gestoßen. Das hat mein Interesse geweckt, in weiterer Folge habe ich zu recherchieren begonnen, ehe mich das Thema schon bald gefesselt hat“, berichtet der dreifache Familienvater. Im Herbst 2015 begann er mit der Imkerausbildung in der Landesfachschule Warth. Der Theoriekurs war an einem Wochenende absolviert, die Praxiseinheiten waren aufs folgende Jahr über verteilt.

"Learning by Doing ist auch beim Imkern das Um und Auf"

„Dort habe ich sehr viel mitnehmen können. Learning by Doing ist auch beim Imkern das Um und Auf“, so Freiler. Nachdem er seine Ausbildung absolviert hatte, trat er dem örtlichen Imker-Verein bei. Im Jahre 2016 kaufte er sich seine ersten drei Schwärme, mittels Zucht hat sich die Bienenpopulation im Garten von Freiler auf zehn Völker vergrößert. Die erste Honig-Ernte erfolgt in der Regel im Mai, nach einer weiteren wird für gewöhnlich Ende Juli das „süße Gold“ zum letzten Mal im Jahr entnommen. Im Jahr erntet er zwischen 200 und 250 Kilo Kilo, der Honig ist auch käuflich erwerbbar. Der erste Bienenstich tat natürlich weh.

„Nun bemerke ich es oft erst später, dass ich gestochen wurde“, erzählt der 42-Jährige. Was macht den Reiz beim Imkern für ihn aus? „Es ist eine Mischung aus vielen Komponenten. Hier bin ich für mich alleine und kann abschalten, ich bin in der Natur draußen und zum Schluss hat man ein gesundes Produkt in der Hand. Es ist faszinierend zu sehen, dass das Individium allein nichts ist. Nur gemeinsam ist es möglich zu überleben“, ist Freiler überzeugt.