Kids zur Feuerwehr: Projekt wird fortgesetzt. Das im Herbst in Mattersburg gestartete Projekt „Feuerwehr-Kids“ kommt bei den Kindern sehr gut an und wird deshalb fortgesetzt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Januar 2020 (12:58)
Kommandant Thomas Dienbauer (3.v.l) hat die Idee der „Feuerwehr-Kids“ nach Mattersburg geholt. Martin Strobl (2.v.r) leitet sie.
zVg

Die gängige Gepflogenheit in Österreich sieht vor, dass Kinder ab ihrem zehnten Lebensjahr der Feuerwehrjugend beitreten können. Mit dem im September letzten Jahres gestarteten Projekt „Feuerwehr-Kids“ der Stadtfeuerwehr Mattersburg können interessierte Mädchen und Buben nun schon vier Jahre früher, also ab ihrem sechsten Geburtstag, offiziell der Feuerwehr beitreten. „Bei einer Art Tag der offenen Tür, an dem wir den Kindern alle Feuerwehrfahrzeuge präsentiert haben und eine kleine Kinderolympiade mit verschiedenen Stationen wie Zielspritzen, Schlauchkegeln oder Gummistiefelwerfen, veranstaltet haben, gab es damals bereits 33 Voranmeldungen für die Feuerwehr-Kids“, berichtet Martin Strobl, der für das neue Projekt verantwortlich ist.

Eine Woche nach der erfolgreich abgehaltenen Premiere gab es dann auch bereits die erste Kids-Stunde. „Seitdem machen wir einmal im Monat ein zweistündiges Treffen.“ Der Spaß steht dabei natürlich im Vordergrund, trotzdem sollen die Kinder auch etwas dabei lernen. Das passiert in einer spielerischen Art und Weise, erklärt Strobl, der ausgebildeter Kindergartenpädagoge und seit 2008 Mitglied der Feuerwehr Mattersburg ist. Bei Aktivitäten rund um das Thema Feuerwehr und Brandschutzwesen sollen soziale Kompetenzen und gesellschaftliche Werte, wie etwa Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit, vermittelt werden.

Die Idee der Feuerwehr-Kids wurde vom Landesfeuerwehrverband ins Leben gerufen, Feuerwehrkommandant Thomas Dienbauer brachte sie schließlich nach Mattersburg. „Ich bin mir der Verantwortung der uns übertragenen Aufgabe bewusst. Unserem Ausbilderstab, insbesondere den Jugendbetreuern gilt ein großer Dank für ihr Engagement, sich für die Nachwuchsarbeit einzusetzen und ihr Wissen an die junge Generation weiterzugeben.“

Strobl ist mit dem Start mehr als zufrieden: „Ich denke, dass es sehr gut angekommen ist. Das Projekt wird in Mattersburg deshalb definitiv fortgesetzt. Die Jugend von heute wird der Aktivstand der Zukunft sein. Und den Kindern macht es sichtlich Spaß, zur Feuerwehr zu kommen.“ Eine Anmeldung für die Kids-Stunden ist auch jetzt noch jederzeit möglich.

Mattersburg steht nicht alleine mit seiner Öffnung der Feuerwehr bereits für Volksschulkinder: Burgenlandweit gibt es zehn Wehren, die das Projekt Feuerwehr-Kids anbieten.