Lärm von der S31: „Haben Sorge um die Lebensqualität“. Anrainer sprechen von großer Lärmbelastung, eine weitere Zunahme mit möglichem 130er Tempo-Limit wird befürchtet.

Von Richard Vogler. Erstellt am 13. November 2019 (05:59)
Parkplatz auf der S31. Geht es nach Anrainern, so ist einer der Gründe der Lärmzunahme der Neubau des ASFINAG-Parkplatzes, bei dem Sträucher entfernt wurden.
Fischer

Der Sicherheitsausbau der S31 zwischen Mattersburg und Weppersdorf schreitet voran. Der wichtigste Punkt des 144 Millionen teuren Projektes ist der Bau einer Mittelleitschiene, wodurch man sich eine Eindämmung von tödlichen Unfällen verspricht. Wie jedoch auch beim geplanten Sicherheitsausbau der S4 (die BVZ berichtete), gibt es nun Bedenken von Anrainern bezüglich der „Begleiterscheinungen“. „Wir haben Angst um unsere Lebensqualität.

Seit dem Neubau des Parkplatzes auf der S31 hat der Autolärm sehr stark zugenommen. Kommt noch eine Tempoerhöhung auf 130 km/h, wird sich dies noch steigern. Ich denke, dass dies viele andere, die in unserem ‚Grätzl’ wohnen, auch bemerkt haben“, erzählt ein Mattersburger, der in der Siedlung zwischen Schärfstraße, Wienerstraße und Langegasse wohnhaft ist.

„Der Lärm wird von Jahr zu Jahr schlimmer“

Sonja Sieber wohnt in der Quellengasse. Sie merkt an, dass es „natürlich sehr wichtig ist, dass eine Mittelleitschiene kommt, um die Schnellstraße sicherer zu machen. Der Lärm ist jedoch sehr störend, er wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Im Zuge des Ausbaues wurden vom Knoten Mattersburg weg an vielen Stellen Sträucher, die den Lärm abgehalten haben, abgeholzt.“

Kurt-Michael Markl ist in der Dr. Bruno Kreisky-Straße wohnhaft. Sein Haus trennt „nur“ zwei Felder von der S31-Schnellstraße. „Seit der Parkplatz errichtet wurde und es dort keine Sträucher mehr gibt, ist der Lärm enorm angestiegen. Ich hoffe, dass Maßnahmen dagegen ergriffen werden“, so Markl.

Lärmschutzwand oder Sträucher

Und ein anderer Mattersburger, der in einer der Wohnungen in der Schärfstraße beheimatet ist, wünscht sich „eine Lärmschutzwand oder das Aufforsten der entfernten Sträucher. Das ist das Mindeste, was man für die Mattersburger, die in der Nähe der S31 wohnen, machen kann.“ Laut Alexandra Vucsina-Valla von der ASFINAG sind Lärmschutzmaßnahmen beim Rastplatz nicht vorgesehen.

„Wir setzen zwar einige Sträucher – aber das in einem platztechnisch sehr überschaubaren Ausmaß. Bäume sind auch kein Lärmschutz! Allerdings ist es so, dass nach Abschluss der derzeit laufenden Arbeiten ja auch der Fahrbahnbelag ganz neu sein wird – sprich auf dem letzten Stand der Technik. Und daher wird dieser auch etwas zur Lärmminderung im Bereich des Rastplatzes beitragen.“

Bezüglich der zukünftigen Geschwindigkeit auf der S31 zwischen Mattersburg und Weppersdorf hält Vucsina-Valla fest, dass „dies erst nach Fertigstellung der Bauarbeiten entschieden wird.“