AUA-Pilotin Petra Lorenz: Zuhause statt Hawaii. Die aus Mattersburg stammende und nun in Purbach wohnhafte Petra Lorenz fliegt seit 2001 für die AUA. Ihren geplanten Hawaii-Urlaub musste sie nun absagen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 25. März 2020 (03:50)
Bei ihrem Job steuert Petra Lorenz eine „Embraer 195“ mit 120 Personen.
BVZ

Petra Lorenz findet man auf Instagram unter „@petrathepilot“ und zwar aus gutem Grund: Die aus Mattersburg stammende und nun in Purbach wohnhafte fliegt für die AUA. 1999 erlangte sie große Bekanntheit – sie war damals die erste Frau, die ihre Ausbildung bei der AUA begann, seit 2001 fliegt sie für die Fluggesellschaft. Bei der AUA gibt es infolge Corona bis auf Ausnahmen keinen Flüge, der reguläre Betrieb wurde bis 19. April eingestellt. Nur fünf Flieger (Boeing und Airbus) stehen parat, um etwaige Rückholflüge absolvieren zu können. Die Mitarbeiter wurden von der AUA in Kurzarbeit geschickt.

Bei ihrem Job steuert Petra Lorenz eine „Embraer 195“ mit 120 Personen. Den Urlaub genießt sie nun mit ihrem Mann Mario und Sohn Sebastian.
Privat

„Ein Minimum der Belegschaft ist am Arbeiten, so viel es geht wird von Zuhause aus gemacht“, berichtet Lorenz. Bei ihr sieht die Situation jedoch anders aus. „Ich habe mir bereits Urlaub eingeteilt, wir wären drei Wochen in Hawaii gewesen“, so Lorenz, die seit vier Jahren als Kapitän die „Embraer 195“ steuert und bei Vollbelegung 120 Personen in Europa ans sichere Ziel bringt.

„Wir können froh sein, dass wir in einem Sozialstaat wie Österreich leben und uns durch Kurzarbeit geholfen wird“, so die Mutter eines achtjährigen Sohnes. Aus der aktuellen Situation will sie das Beste machen. „Es tut gut und ist schön, nun etwas gemeinsame Zeit mit der Familie verbringen zu können“, so Lorenz abschließend.