„Sportsfreund“ wartet auf Corona-Hilfe. Thomas Krajschits aus Mattersburg wartet noch immer auf Corona-Hilfen. Aktuell kann mittels „Click and Collect“ gekauft werden.

Von Richard Vogler. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:43)
Thomas Krajschits eröffnete sein „Sportsfreund“ im Jahre 2019.
BVZ

Für den gebürtigen Mattersburger Thomas Krajschits war das Jahr 2019 gleichbedeutend mit einem beruflichen Neustart: Nach 27 Jahren beruflicher Tätigkeit im Sportfachhandel, wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und eröffnete sein „Sportsfreund“.

Seit gut 14 Monaten gibt es also das Sportwarengeschäft in der Judengasse, nur wenige Monate davon durfte er bekanntlich aufgrund der drei Lockdowns geöffnet haben. Finanzielle Entschädigung von Seiten der Regierung gibt es bis dato kaum. „Für den ersten Lockdown hat es ein paar Euro gegeben. Für den zweiten habe ich beantragt, aber noch keinen Cent gesehen“, berichtet Krajschits.

Bei den ersten beiden Schließungsphasen konnte bei Krajschits übers Internet bestellt werden und die Waren wurden geliefert. Nun gibt es die Möglichkeit über „Click and Collect“ zu Sportsfreund-Waren zu kommen. „Die Kunden können per Mail oder telefonisch bei uns bestellen und dann ähnlich wie bei der Gastronomie die Waren abholen“, so Krajschits, um weiter auszuführen: „Unser Warensortiment gibt es, als ob normal geöffnet wäre und auch die Leistungen wie etwa Ski- oder auch Eislaufschuhservice wird von uns natürlich angeboten.“

Ob seiner Meinung nach der dritte Lockdown notwendig war, antwortet er wie folgt: „Ja, das hat grundsätzlich sein müssen. Dennoch sind einige Maßnahmen im Detail für mich nicht schlüssig. Den Sport hätte man den Menschen nicht verbieten dürfen, dieser stärkt die Physis und die Psyche; ich denke, es spricht nichts dagegen, Tennis zu spielen. Manche Verordnungen sind nicht nachvollziehbar, es gibt sehr viele Extrawürste, die Leute kennen sich nicht mehr aus. Ich denke etwa an die Skigebiete. Skifahren darf man, was ja an und für sich zu begrüßen ist, die Hotels müssen geschlossen haben.“ Grundsätzlich war es für Krajschits die richtige Entscheidung, sich selbstständig zu machen.

„Es macht extrem viel Spaß und es funktioniert mittlerweile sehr gut. Mittlerweile habe ich auch eine Kollegin eingestellt, die wie ich langjährige Erfahrung im Sportartikelverkauf mitbringt.“