Erstellt am 16. Mai 2018, 08:50

von Richard Vogler

Burgenländischer Schuldirektor wurde suspendiert. Verurteilter Schuldirektor (nicht rechtskräftig) vom Dienst freigestellt. Nun ging die nächste anonyme Anzeige ein.

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Die BVZ berichtete in der Vorwoche von jenem Schuldirektor aus dem Burgenland, der wegen Missbrauch der Amtsgewalt, Verleumdung, Bestimmung zur falschen Beweisaussage, gefährlicher Drohung und beharrlicher Verfolgung zu 9.000 Euro Geldstrafe plus neun Monate Freiheitsstrafe bedingt verurteilt (nicht rechtskräftig) wurde.

Nun gibt es Konsequenzen von Seiten des Arbeitsgebers. „Es erfolgt die vorläufige Suspendierung, die Mitteilung ist bereits auf dem Postweg“, hielt Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz Montag dieser Woche fest. „Es wird sich die Disziplinarkomission damit befassen, alles wird aufgerollt werden.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da vom Angeklagten noch keine Stellungnahme (Stand Montag) abgegeben wurde. Der Pädagoge beging Straftaten im Zusammenhang mit der Auflösung eines zwölf Jahre andauernden außerehelichen Verhältnisses, der Angeklagte ist über die Trennung nicht hinweggekommen.

Die Taten ereigneten sich im Jahr 2015 in Wien und Niederösterreich und im Burgenland. Amtsmissbrauch beging er im Zusammenhang mit der Beschaffung von Daten. Er beauftragte den Schulsekretär, von der Gemeinde aus dem zentralen Melderegister diese zu beschaffen.

Weitere Vorwürfe des Amtsmissbrauchs

Nun könnte es sein, dass er sich erneut vor Gericht verantworten muss, in der vergangenen Woche ging eine anonyme Anzeige gegen den Schuldirektor ein.

Hierbei wird ihm ebenso Missbrauch der Amtsgewalt im Rahmen seiner Tätigkeit als Schuldirektor zur Last gelegt – zu einem anderen Sachverhalt als jenem, für den er verurteilt wurde. Hier gilt allerdings die Unschuldsvermutung. Es wird noch alles geprüft und es könnte auch sein, dass das Verfahren eingestellt wird und es zu keiner Gerichtsverhandlung kommt.