Erste Details zum Großprojekt in Mattersburg. Neues Rathaus und Commerzialbank plus 265 Stellplätze kommen. Die Eröffnung ist für Frühjahr 2022 geplant, 29,5 Millionen Euro werden investiert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:33)

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Pläne für das Impulszentrum von Martin Pucher präsentiert: In der Michael Koch-Straße werden die neue Zentrale der Commerzialbank, das neue Rathaus, zwei Gebäude mit Vermietungsflächen entstehen und ausreichend Parkraum geschaffen. „Anfang der 90er-Jahre haben wir die ersten Grundstücke in der Michael Koch-Straße erworben.

Pressekonferenz im SVM-Cafe. Josef Giefing (Aufsichtsratsvorsitzender Commerzialbank), Bürgermeisterin Ingrid Salamon, Commerzialbank-Direktor Martin Pucher, Generalkonsulent Richard Woschitz (Woschitz Group), Walter Hack (Vorstand Commerzialbank), Architekt Andreas Hawlik und Wilhelm Grafl (Aufsichtsratsvorsitzender-Stellvertreter).
Richard Vogler

Die Abbrucharbeiten sind bereits im Gange, die Ausschreibungen im Laufen. Im Februar wird dann mit den Tiefarbeiten für die Parkgarage begonnen, im Frühjahr 2022 soll das Impulszentrum eröffnet werden.“ Stichwort Zeitrahmen: Bei der Pressekonferenz wurde Pucher auch auf die Verzögerung des Projektes angesprochen. „Uns wurden immer wieder verteuerte Grundstücke angeboten. Mit der Gemeinde hat es auch bezüglich der Anzahl der Stockwerke zunächst verschiedene Meinungen gegeben. Gut Ding braucht eben Weile“, so Martin Pucher.

Das Areal wird sich in der ersten Bauphase von der ehemaligen Zimmermann-Spenglerei bis zu jenem Objekt, wo sich einst das Geschäft von Optiker Eselböck befand, erstrecken. Auf linker Hand wird dann die neue Zentrale der Commerzialbank beheimatet sein, rechts das neue Rathaus. Das Gemeindeamt wird auf drei Etagen mit einem Sitzungssaal im Erdgeschoß gebaut. Im Erdgeschoß sind das Standes- und Meldeamt sowie der Sitzungssaal vorgesehen. Einen Stock darüber sollen die Büroräume für die Bürgermeisterin, die Amtsleitung, das Bauamt, die Presseabteilung der Stadt, ein Archiv sowie die Baudirektion entstehen. Im Obergeschoß soll zudem Platz für die Buchhaltung, für die Personalverrechnung, das große Archiv und für einen Sozialraum geschaffen werden.

Ausführungen. Bürgermeisterin Ingrid Salamon, Commerzialbank-Direktor Martin Pucher und Generalkonsulent Richard Woschitz stellten das Projekt vor.
BVZ

Das neue Bankgebäude wird auf vier Etagen errichtet. „Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass es im Erdgeschoß ein lichtdurchflutetes Atoll gibt, welches auch in den oberen Ebenen vorherrscht“, berichtet Architekt Andreas Hawlik. Auf dem Platz zwischen Rathaus und Gemeindeamt wird eine Wassersprühe erbaut sowie Sitzgelegenheiten und Grünflächen entstehen. Hinter der Bank sowie neben dem Gemeindeamt werden weitere zwei Gebäude mit Räumlichkeiten auf vier Geschoßen errichtet. Diese sind hauptsächlich für Büroräume vorgesehen. „Es gibt bereits viele Anfragen von Ärzten oder Steuerberatern. Die Firma LBG etwa zeigt großes Interesse“, so Pucher.

Am Areal wird auch ausreichend Parkraum geschaffen. Im vorderen Bereich wird es eine Tiefgarage mit 158 Stellplätzen geben, im hinteren Bereich zur Hirtengasse hin soll ein Parkdeck für 107 Autos kommen. Stichwort Mobilität: Mit dem Groß-Projekt wird es auch ein Mehr an Verkehr geben und auch dies wurde in den Planungen berücksichtigt. Um den Verkehrsfluss zu verbessern, wird das Areal etwas „rückversetzt“ und die Michael Koch-Straße um acht Meter verbreitert. Die Einfahrt zum großen Areal wird sich gleich am Anfang, sprich rechts vom Rathaus, befinden und die Ausfahrt wird über die Hirtengasse erfolgen. „Man merkt, dass viel Herzblut an diesem Zentrum hängt“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon nach den ersten Erläuterungen von Pucher, um weiter auszuführen: „Das Impulszentrum ist für die Stadt Mattersburg aus wirtschaftlicher Sicht sowie für die Gemeinde selbst immens wichtig. Mit unserem Rathaus platzen wir aus allen Nähten.“

Mit dem Bau des Impulszentrums wird auch die Wirtschaft angekurbelt – insgesamt 29,5 Millionen Euro werden investiert. „Auf die Gemeinde fallen Kosten in Höhe von 5,5 Millionen, auf die Bank 24,5 Millionen“, berichtet Pucher.

Richard Woschitz – er hat bereits das Projekt der Fußballakademie abgewickelt – ist Generalkonsulent des groß angelegten Bauvorhabens, wobei seine Pannonia Consult als Bauträger für das Rathaus fungiert. „Wir sind dankbar, dass uns das Vertrauen wieder geschenkt wurde. In letzter Zeit wurde der Frage ‚was passiert mit dem Kern der Städte’ immer mehr Beachtung geschenkt. Ich denke, wir geben mit diesem Projekt die passende Antwort.“ Woschitz verwies weiters auf den Umweltgedanken beim Impulszentrum: „Alle Objekte sind mit nachhaltiger Energie ausgestattet.“