Dosko! Duo verfasste Wahlkampf-Hit. Gemeinsam mit einem Kollegen schrieb der Trattenbacher Manfred Tauchner, der in Enzesfeld lebt, einen Song für Landeshauptmann Doskozil.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 06. Februar 2020 (05:54)
Der Trattenbacher Manfred Tauchner gemeinsam mit dem Moderator des Wahlkampfauftakts, Alfons Haider. Foto: privat
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Eigentlich ist ja Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig „schuld“ daran, dass der Trattenbacher Manfred Tauchner gemeinsam mit seinem Musikerkollegen Stefan Trenker aus Bad Sauerbrunn eine Hymne über und für den burgenländischen Landeshauptmann schrieb. Denn auf einem Parteitag der SPÖ Burgenland erklärte Ludwig einst, dass er seinen Amtskollegen Doskozil gerne „Dosko“ rufe. „Ich finde, das klingt ja schon fast wie ein Schlachtruf: Dosko! Dosko! Dosko!“, legte Ludwig nach.

Manfred Tauchner zu Gast im NÖN-Büro. Foto: Philipp Grabner
Philipp Grabner

Was folgte, waren Gespräche mit dem SPÖ-Landesgeschäftsführer, der die Idee Tauchners unterstützte. „Also haben wir uns an den Text und die Melodie gemacht – wobei Stefan für die Melodie zuständig war, getextet haben wir beide“, erklärt der gebürtige Trattenbacher Tauchner, der mittlerweile in Enzesfeld-Lindabrunn im Bezirk Baden lebt, beim Besuch in der NÖN-Redaktion.

Schnell war der Ohrwurm vollendet, beim großen Wahlkampfauftakt vor der burgenländischen Landtagswahl am 3. Jänner brachten ihn Tauchner und Trenker vor fast 3.000 Personen dar. „Ein gigantischer Auftritt – vor so vielen Leuten habe ich noch nie musiziert“, so der passionierte Hobbymusiker, der hauptberuflich allerdings an der FH Burgenland tätig ist und seine Wurzeln in der Sozialarbeit hat.

„In der Nacht nach der Sendung hat mein Handy dauernd geläutet!“Manfred Tauchner freut sich über das positive Feedback zu seinem Wahlkampf-Song.

Den endgültigen „Durchbruch“ mit dem Song schaffte Tauchner dann aber wohl damit, dass die ORF-Dienstagabendsendung „Willkommen Österreich“ einen kurzen Ausschnitt aus dem Lied on air brachte. Dass die Moderatoren Dirk Stermann und Christoph Grissemann den Song dabei ein wenig aufs Korn nahmen, sieht der 50-Jährige entspannt: „Sie haben uns ja nicht runtergemacht – im Gegenteil, das Lied hat dadurch irrsinnig viele Klicks bekommen und in der Nacht nach der Sendung hat mein Handy dauernd geläutet“, freut er sich über das positive Feedback.

Von dem Text, in dem Hans Peter Doskozil großes Lob zuteil wird, ist Tauchner übrigens auch privat überzeugt: „Er ist ein cooler, geradliniger und ehrlicher Typ – er ist mir sehr sympathisch und jede Zeile kann ich so auch unterschreiben“, erklärt er.

Ob er mitverantwortlich für Doskozils triumphalen Wahlsieg im Burgenland sei – schließlich schaffte der SPÖ-Spitzenkandidat das Erreichen der absoluten Mehrheit? Tauchner muss lachen: „Das weiß ich nicht – aber man muss schon sagen, dass es ein richtiger Triumph war.“ Er selbst hätte mit einem leichten Plus vor dem Ergebnis gerechnet, „aber dass es dann tatsächlich eine Absolute werden würde, hat keiner gedacht. Schließlich sind Absolute heutzutage sehr, sehr selten.“

Der Song selbst findet sich übrigens nach wie vor auf der Plattform „Youtube“ – und auch bei uns gibt es eine kleine Kostprobe von dem musikalischen Wahl-Beitrag: