Ungewöhnlicher Nachwuchs im Mattersburger Kleintier-Zoo. Im Kleintier-Zoo von Gerhard Mandl gibt es nun eine echte Rarität zu bewundern: Ein Ouessant-Schaf brachte ein Lamm mit dreifärbigem Fell auf die Welt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 12. Mai 2020 (06:08)
Gerhard Mandl mit dem Ouessant-Lamm (links), das erst vor kurzem zur Welt kam und mit zwei seiner Alpakas (rechts). Fotos: Vogler
Vogler

Am Stadtrand von Mattersburg gelegen, betreibt Gerhard Mandl seinen Kleintierzoo. Rund 400 Tiere gibt es mittlerweile dort – Pferde und Ponys, Pfaue, Ziegen, Alpakas, Schweine, Hasen, Truthähne, Goldfasane, Katzen, Tauben, Hühner und Schafe.

Bei letztgenannter Tierart gab es kürzlich wieder Nachwuchs, was bei Mandl für großes Erstaunen sorgte, denn ein Lamm mit dreifärbigem Fell – weiß, grau und braun – kam auf die Welt.

Gerhard Mandl mit dem Ouessant-Lamm, das erst vor kurzem zur Welt kam. Foto: Vogler
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„Wie jedes Jahr wurden die Schafe von einem Bock im Dezember gedeckt. Für gewöhnlich haben diese Ouessant-Schafe nur ein einfärbiges Fell, zwei Farben sind die Ausnahmen. Von einem dreifärbigen Fell habe ich noch nie etwas gehört“, berichtet Mandl.

Das Ouessantschaf, auch Zwergschaf (internationale Bezeichnung Ushant), ist die kleinste Schafrasse Europas. Ouessantschafe werden meist in kleinen Gruppen als Hobby gehalten und sind inzwischen über große Teile Europas verbreitet.

Seinen Kleintierzoo betreibt Mandl seit vielen Jahren. „Ich hatte im Garten unseres Wohnhauses Hühner und wollte Freilandhaltung betreiben“, berichtet Mandl über seine Intention.

Von seinem Schwiegervater erhielt er im Jahre 1996 den ersten Teil des Grundes, auf dem sich der Kleintierzoo nun befindet. Zu Beginn gab es dort „nur“ die Hühner, im Jahre 2005 wurde dann der Kleintierzoo eröffnet.

Sukzessive wurde der Grund erweitert und die Anzahl der Tiere erhöht, im Laufe der Jahre gab es auch infrastrukturelle Maßnahmen, Ställe etwa kamen hinzu. Das Schöne daran? „Hier habe ich alle Tiere, die ich früher am Bauernhof erlebt habe und noch dazu in Kleinformat.“

„Im Fernsehen habe ich eine Sendung über Alpakas gesehen. Ich habe mich vom Fleck weg in diese Tiere verliebt.“Gerhard Mandl

Der Kleintierzoo kann natürlich besichtigt werden, wobei Schulklassen immer wieder diese Möglichkeit nutzen. „Ich verlange keinen Eintritt, es wird um eine freie Spende gebeten.“ Eier der Freilandhühner werden von Mandl zum Verkauf angeboten und zwar jeden zweiten Samstag mit Abhof-Verkauf (nächster Termin: 9. Mai von 9 bis 13 Uhr).

Gerhard Mandl mit zwei seiner Alpakas. Foto: Vogler
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Unter den Tieren befinden sich auch Alpakas, auf diese große Leidenschaft ist er im Jahre 2008 gestoßen. „Im Fernsehen habe ich eine Sendung über Alpakas gesehen. Ich habe mich vom Fleck weg in diese Tiere verliebt. Da ich Vegetarier bin und dort erfahren habe, dass sie gezüchtet, jedoch nicht gegessen werden, musste ich diese Tiere haben“, erzählt Mandl.

Zwei Monate später war er stolzer Besitzer von zwei Alpakas, die nicht billig waren: „Ich habe in Deutschland zwei trächtige Stuten gefunden, die 10.000 Euro gekostet haben.“ Im Juni 2009 gab es den ersten Alpaka-Nachwuchs – eine Stute und ein Hengst kamen hinzu. Aktuell zählt die Alpaka-Herde zehn Tiere, heuer werden zwei Junge auf die Welt kommen.