Alkoholverbot soll wieder für mehr Ruhe sorgen. Gruppe von Alkoholisierten erregt Ärgernis. Mattersburger Polizei muss nahezu jeden Tag einschreiten.

Von Richard Vogler. Erstellt am 25. September 2019 (04:15)
Schubertpark. Dies ist einer der Plätze, wo sich die Gruppe trifft und stets Alkohol – teils schon am Vormittag
– konsumiert.

Gegen Vorfälle, die die Polizei nahezu tagtäglich beschäftigt, wurden von Seiten der Stadtgemeinde nun Maßnahmen ergriffen. Bei der Gemeinderatssitzung vergangener Woche wurde ein Alkoholverbot an bestimmten öffentlichen Orten beschlossen.

Das Problem ist hinlänglich bekannt: Eine Gruppe von Mattersburgern trifft sich an öffentlichen Plätzen wie dem Schubertpark, konsumiert Alkohol zum Teil bereits in den Morgenstunden und verrichtet an den Plätzen auch ihre Notdurft. Kein Einzelfall ist, dass einer der Gruppe entblößt durch die Stadt läuft. Nicht nur Erwachsene nehmen davon Kenntnis, auch Kinder bekommen davon mit.

„Wir sind fast tagtäglich damit beschäftigt. Es gehen laufend Anzeigen von unserer Seite bei der Bezirkshauptmannschaft ein

Diese Vorkommnisse gibt es bereits seit Jahren, seit heuer ist es besonders schlimm. Die Vorfälle beschäftigen auch laufend die Mattersburger Polizei. Entweder wird die Gruppe bei der Streife vorgefunden oder es gehen Anrufe am Posten ein. „Wir sind fast tagtäglich damit beschäftigt. Es gehen laufend Anzeigen von unserer Seite bei der Bezirkshauptmannschaft ein“, berichtet der Mattersburger Postenkommandant Walter Kurz. Die Stadtgemeinde hat nun Maßnahmen ergriffen.

„Es gibt schon länger Beschwerden aus der Bevölkerung, wir mussten handeln"

Bei der vorwöchigen Gemeinderatssitzung wurde ein Alkoholverbot an folgenden öffentlichen Plätzen beschlossen: Am Brunnenplatz, dem Schubertpark, dem Hauptplatz, dem Europapark inklusive Spielplatz sowie dem Spielplatz neben dem jüdischen Friedhof. „Es gibt schon länger Beschwerden aus der Bevölkerung, wir mussten handeln. Bei Bedarf können diese Verbotszonen auch ausgeweitet werden“, so Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

Bis zum vergangenem Jahr fehlte die gesetzliche Handhabe. Mit dem neuen Sicherheitsgesetz, das eben 2018 in Kraft trat, haben Kommunen die Möglichkeit solch ein Alkoholverbot mittels Verordnung zu erlassen. In Mattersburg tritt diese am 5. Oktober in Kraft, Verstöße können mit bis zu 500 Euro geahndet werden. Verstößt man mehrmals und ist man nicht im Stande die Strafe zu bezahlen, droht eine Gefängnisstrafe.