60.000 Euro für die Infrastruktur an Wiesens Talstation. Vor kurzem fand der Spatenstich für die neue Talstation für die Liftanlage statt. Kosten: 60.000 Euro, wobei diese der Verein, das Land und die Gemeinde tragen.

Von Harald Leitner. Erstellt am 04. Juli 2020 (05:51)
Der Schiklub Wiesen führte vor kurzem den Spatenstich für die neue Liftanlage der Schiwiese durch. Am Foto: Vizebürgermeister Josef Habeler, Bürgermeister Matthias Weghofer, Präsident Lukas Weghofer, Michael Ramhofer, Hans Peter Prokop und Anton Koch.
BVZ

Im Juli 1976 fand im damaligen Gasthaus Ban in der Erdbeergemeinde die Gründungsversammlung des Schiklubs statt, darunter befanden sich unter anderen der damalige Präsident Josef Ban und seine Stellvertreter Günter Piller und Günter Koch.

Anfänglich lag der Fokus des Klubs auf dem alpinen Rennlauf, bald darauf wurde immer mehr Wert auf das Schifahren als Breitensport gelegt. Zehn Jahre nach der Gründung wurde ein Lift im „Karonitsch-Graben“ in Wiesen eröffnet, wodurch es den Mitgliedern möglich wurde, ihre Leidenschaft im eigenen Ort auszuleben.

1994 übernahm Thomas Pint die Leitung des Vereins und sorgte bald darauf für einige Neuerungen. Der Schihang wurde nun auch als Nachtpiste genutzt, die Schihütte wurde vergrößert und auch eine Schneekanone sowie ein Pistengerät wurden angeschafft, um auch in schneearmen Wintern den Betrieb zu ermöglichen.

Ein absoluter Höhepunkt in der Vereinsgeschichte ist sicherlich auch die über 300 Meter lange Schleppliftanlage, die im Jahr 2003 unter dem Namen „Gaisrückleiten – Schilift von Anton Koch“ – eröffnet wurde. Bald schon drückten sich aber auch zahlreiche Promis aus Kultur, Sport, Politik und TV, wie Manuel Ortega, Wolfgang Böck, der ehemalige Landeshauptmann Hans Niessl, Erich Fenninger oder Wolfgang Unger am Schilift den Bügel in die Hand.

Letzte Saison konnte kein Betrieb stattfinden

Trotz der Schneekanone konnte in der vergangenen Saison kein Schibetrieb stattfinden. „Das hatten wir in der fast 45-jährigen Vereinsgeschichte erst zwei Mal. Seit der Eröffnung des Schleppliftes gab es das noch nie“, berichtet Lukas Weghofer, der seit 2015 Präsident des Vereins ist. „Es gab durchaus einige kalte Tage mit Minusgraden, allerdings hatten wir eine Woche darauf schon wieder plus 14 Grad. Es wären enorme Kosten für den Verein entstanden, die einfach nicht tragbar waren“, so Weghofer.

Heuer steht die nächste große Neuerung für den Verein an. Mit Anfang der Schisaison soll auch die neue Talstation für die Liftanlage fertiggestellt sein. „Mit 17 Jahren war die alte Station schon etwas in die Jahre gekommen. Der Grundbau war etwa drei Quadratmeter groß und zwei Stockwerke hoch, im Laufe der Zeit wurde immer wieder etwas dazugeflickt. Bei den Unwettern in den Jahren 2016 und 2019 kam es außerdem zu Überschwemmungen“, weiß der Leiter des Vereins.

„Ursprünglich war ein Umbau geplant, wir sind allerdings zu dem Schluss gekommen, dass ein Neubau im Endeffekt günstiger kommt“, führt der Präsident weiter aus. Die Fertigstellung ist für Ende Herbst geplant. „Wir hoffen, dass wir bei Winterbeginn mit den Arbeiten fertig sind“, so Weghofer. Es handelt sich bei der neuen Talstation um einen Holzriegelbau mit Holzfassade aus Lärchenbrettern.

Die Kosten dafür betragen rund 60.000 Euro, wobei der Schiklub von der Marktgemeinde Wiesen sowie vom Land unterstützt wird. „Der untere Teil wird als Lagerraum genutzt, in den oberen Teil kommt der Liftüberwachungsraum mit dem Steuerpult und der gesamten Elektronik“, führt Präsident Lukas Weghofer weiter aus.