Sieggraben

Erstellt am 11. August 2018, 07:07

von Sandra Koeune

Streit um Güterweg: Lösung durch Esterházy. Nach langem Streit zwischen einem privaten Grundstücksbesitzer und der Gemeinde konnte jetzt eine Lösung für den Güterweg Richtung Herrntisch gefunden werden.

Symbolbild  |  Shutterstock.com, 1000SHADES

Ein Güterweg sorgt schon seit Jahren für Unmut in Sieggraben. Jetzt wurde zwischen der Gemeinde und Esterházy eine Lösung gefunden.

Besitzer beschloss Schranke zu bauen

Zur Vorgeschichte: Lange Zeit gab es nur einen Güterweg Richtung „Hiaslwirt“ und Herrntisch. Jedoch befand sich dieser auf einem Privatgrund.

„Da viele Autos und Güterfahrzeuge den Weg nutzten, teilweise auch Autos hier parkten, beschloss der Besitzer (zurecht) eine Schranke zu bauen und den Weg zu versperren. In den vergangenen Jahren konnte keine Einigung zwischen meinem Vorgänger Vinzenz Jobst (ÖVP) Esterházy und dem Grundbesitzer gefunden werden“, berichtet Bürgermeister Andreas Gradwohl (SPÖ).

Anfang 2017 wurde von der Gemeinde auf der anderen Seite des privaten Grundstückes ein bestehender schmaler Weg ausgebaut (siehe Grafik weiter unten).

„Es musste ein neuer Weg gebaut werden und die dafür notwendige Grundfläche angekauft werden. Nach Fertigstellung hagelte es Beschwerden und alle waren unzufrieden: Der Grundstücksbesitzer war gestört, da er in der Nähe seine Wohnräume hat, zudem ist der Weg sehr eng und kann nur schwer oder gar nicht von Landwirten und Lastwägen von Esterházy benutzt werden“, erklärt Gradwohl weiter. Nach der Einigung mit Esterházy wird jetzt ein dritter Güterweg geplant (siehe ebenfalls Grafik).

Plan. Da der Güterweg (Rot eingezeichnet) über Privatgrund führte, sperrte der Besitzer diesen. Daraufhin baute die Gemeinde 2017 einen neuen Güterweg (Grün eingezeichnet). Dieser ist aber sehr eng. Jetzt wird ein neuer Weg (Blau) geplant.  |  zVg

„Esterházy tritt einen Teil ihres Grundstückes an die Gemeinde ab und fällt die infrage kommenden Bäume. Die Gemeinde übernimmt die Baukosten. Die Kosten betragen weit weniger als die Variante meines Vorgängers und alle Nutzer sind zufrieden. Der neue Weg wird eben, und gut befahrbar sein. Eine Lösung, welche vor langer Zeit schon viele Streitigkeiten erspart hätte“, berichtet Bürgermeister Andreas Gradwohl.

Auch Vize Andreas Bauer (ÖVP) freut sich über die Einigung: „Der neue Weg ist viel kürzer und wir hätten uns viel erspart, wenn es früher zu einer Einigung gekommen wäre.“

Barbara Wagner-Gmeiner von Esterházy berichtet: „Wir stellen einen Teil unseres Grundes für den neuen Güterweg zu Verfügung. Es gab einen Konflikt zwischen einem privaten Grundstücksbesitzer und der Gemeinde, keinen mit uns. Wir stellen eine Lösung zur Verfügung und stehen in bester Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Bürgermeister Gradwohl.“