Nachfrage nach Nachbarschaftshilfe Plus in Hirm stieg enorm an

Erstellt am 16. Mai 2022 | 04:34
Lesezeit: 3 Min
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Christiane Trolp ist Standort-Koordinatorin in Hirm und Zillingtal.
Foto: nachbarschaftshilfeplus.at
Mit Einführung der „telefonischen Besuchsdienste“ während Corona wurde das Angebot um ein fünffaches mehr genutzt.

Anfang 2019 fanden sich die Vertreter der beiden Partnergemeinden Mattersburg und Hirm zur Vollversammlung ein. Gegründet wurde damals der Verein „Nachbarschaftshilfe Plus - Region Mattersburg“. Mattersburg ist Anfang des Jahres aus dem Projekt ausgestiegen und geht nun seinen eigenen Weg. Die Gemeinden Zillingtal und Hirm sind weiterhin Teil des Sozialprojekts.

Koordiniert wird die Nachbarschaftshilfe Plus in Hirm von Christiane Trolp. Es ist üblich, dass jeder Standort einen eigenen Koordinator oder eine eigene Koordinatorin hat. In manchen Fällen ist eine Person für zwei Ortschaften zuständig. Dadurch ist auch eine erweiterte Erreichbarkeit gegeben. So auch bei Christiane Trolp, die sowohl für die Gemeinde Zillingtal, als auch für Hirm zuständig ist.

„Das Projekt wird in Hirm sehr gut angenommen. Seit der Corona-Pandemie wird das Angebot auch um ein Vielfaches mehr genutzt als davor“, erzählt Christiane Trolp. 27 Hirmer und Hirmerinnen beanspruchen die sozialen Angebote derzeit regelmäßig.

Besonders häufig genutzt werden Fahrten zum Arzt oder auch zum Einkaufen. Aber auch Besuchsdienste, welche entweder telefonisch oder auch persönlich stattfinden können, werden mittlerweile gut angenommen. Diese sollen vor allem einer Vereinsamung der Klienten entgegenwirken. Seit Corona hat sich die Zahl der Nutzung von Besuchsdiensten beinahe verfünffacht.

In der Gemeinde Hirm sind im Moment 24 ehrenamtliche Mitarbeiter für die Nachbarschaftshilfe Plus tätig. Die Dienste werden von der Standort-Koordinatorin organisiert und von den ehrenamtlichen Helfern umgesetzt. Zu den sozialen Angeboten, die sie durchführen, zählen unter anderem der Fahr- und Begleitdienst, ein Spaziergehdienst oder auch die Betreuung von Kindern.

Im vergangenen Jahr fanden diverse Veranstaltungen statt, wie etwa das Picknick, welches von der Region Mattersburg organisiert wurde. Auch für dieses Jahr sind wieder Veranstaltungen geplant, nachdem diese aufgrund der Corona-Maßnahmen eingeschränkt waren. „Im Juni wird ein BFI Kurs stattfinden. Dieser wird wahrscheinlich zum Thema Fotobearbeitung am Tablet oder Handy sein“, so Christiane Trolp.

Im Herbst wird voraussichtlich ein Erste-Hilfe-Kurs für die ehrenamtlichen Mitarbeiter angeboten. Hinzu kommen dann noch die zwei- oder dreimal im Jahr stattfindenden Ehrenamtssitzungen.