Esterhazy-Etappensieg bei Prozess um Burg Forchtenstein. In einem juristischen Streit um die Burg Forchtenstein hat die Esterhazy Privatstiftung einen Etappensieg erreicht: Paul Anton Esterhazy, Großneffe des 1989 verstorbenen Fürsten Paul Esterhazy, hatte in einem Zivilprozess die Herausgabe der Burg Forchtenstein gefordert. Dies wurde mit Urteil vom vergangenen Freitag in erster Instanz abgelehnt, teilte das Landesgericht Eisenstadt am Dienstag mit.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 11. Juni 2019 (18:48)
Roland Schuller

Paul Anton Esterhazy hatte in der Klage verlangt, ihm das Eigentumsrecht an der Burg Forchtenstein zuzuerkennen. Weiters forderte er, ihm die Schlüssel und Verwaltungsunterlagen für die Burg - formell als "Liegenschaft EZ 306, KG 30111" in Neustift an der Rosalia (Gemeinde Forchtenstein, Anm.) bezeichnet - zu übergeben.

Der Prozess ist eine weitere Facette der in Vergangenheit schon mehrmals vor Gericht ausgetragenen Differenzen zwischen der Familie Esterhazy und der Stiftungsgruppe mit Direktionsrat Stefan Ottrubay, dem Neffen der verstorbenen Melinda Esterhazy. Das Verfahren dürfte nun in die nächste Instanz gehen: "Ich gehe heute davon aus, dass wir Rechtsmittel einlegen werden", sagte Maximilian Schaffgotsch, Anwalt des Klägers, am Dienstag auf APA-Anfrage. Die in der Entscheidung vorgebrachte Argumentation sei nicht in sich überzeugend und "nicht widerspruchsfrei". In zweiter Instanz wäre das Oberlandesgericht Wien zuständig, die letzte Entscheidung läge schließlich beim Obersten Gerichtshof.