Ende für Fleischerei in Rohrbach nach 100 Jahren. Ingrid und Robert Werschlan schließen ihre Fleischerei mit 1. März. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 12. Februar 2020 (04:34)
Sagten Danke. Bürgermeister Günter Schmidt (l.) samt Vizebürgermeisterin Waltraud Gartner und zweitem Vizebürgermeister Martin Mihalits sagten Ingrid und Robert Werschlan (2. und 3. von l.) danke.
zVg

Die Marktgemeinde ist im Gegensatz zu anderen Orten recht gut mit Nahversorgern ausgestattet, denn es gibt einen Billa, einen Adeg, eine Bäckerei und zwei Fleischhauer.

Ab 1. März wird es jedoch nur mehr einen Fleischer geben, denn Ingrid und Robert Werschlan schließen nach 100 Jahren ihr Geschäft in der Hauptstraße 28. Über drei Generationen wurde der Familienbetrieb erfolgreich geführt.

„Der Großvater meines Mannes hat das Geschäft in den 20er-Jahren gegründet. 1953 wurde der Betrieb an den Sohn übergeben. Im Jahr 1981 ging das Geschäft an Sohn Robert Werschlan über“, erzählt Gattin Ingrid Werschlan.

„Bei uns wurden die Tiere bis 1995 auch selbst geschlachtet. Aber seit damals kaufen wir die halben Stücke zu und verarbeiten sie dann weiter“, berichtet Chef Robert Werschlan.

Für das Geschäft gibt es keine Nachfolger

Im kommenden Monat tritt das Paar seine Pension an. „Unsere Kinder wollen das Geschäft nicht übernehmen, also gibt es keinen Nachfolger. Wie es mit dem leerstehenden Geschäftslokal weitergehen wird, weiß Robert Werschlan noch nicht. Was er mit seiner neu gewonnenen Freizeit tun wird, das weiß er aber schon: „Wir werden unseren Ruhestand bewusst genießen und viel Spazieren und Wandern gehen. Auch Urlaube sind schon geplant und für meinen Lieblingssport Tennis ist auch wieder mehr Zeit“, freut sich der Chef schon.

„Die Familie Werschlan leistete für unsere Gemeinde über diese lange Zeit einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung“, so Bürgermeister Günter Schmidt, der sich für die Marktgemeinde gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Waltraud Gartner und Vizebürgermeister Martin Mihalits bei der Familie Werschlan vor Kurzem bedankte.