Erdbeer-Haupt-Ernte beginnt. Das Wetter bescherte den kältesten Frühling seit 34 Jahren, wodurch sich die Erdbeer-Ernte verzögert, nun wird mit der Saison der Freiland Ananas-Erdbeere in Wiesen gestartet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:40)
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Michael Habeler (Erdbeerbauer und Präsident-Stellvertreter des Burgenländischen Obstbauverbandes), Erdbeerbauer und Gemeinderat Christoph Ramhofer, Bürgermeister Matthias Weghofer, Erdbeerkönigin Nathalie I, Landwirtschaftskammerpräsident Nikolaus Berlakovich und Vizebürgermeister Josef Habeler bei der Erdbeerverkaufshütte vom Betrieb der Familie Habeler. 
Richard Vogler

Wiesen, 7. Juni 2021 – Aufgrund des kühlen und niederschlagreichen Frühlings beginnt die heurige Erdbeersaison um drei Wochen später als die letzten Jahre. Grund dafür war der kalte und nasse Mai. Laut ZAMG ist der Frühling 2021 der kühlste Frühling seit 34 Jahren. Allein im Burgenland brachte der Mai um 16 Prozent mehr Niederschlag und um 23 Prozent weniger Sonnenstunden als im vieljährigen Mittel. Doch nun ist es so weit. Nach der ungünstigen Witterung im letzten Monat haben die warmen Tage dazu geführt, dass nun mit der Haupternte der Wiesener Ananas-Erdbeere gestartet werden kann.

„Es ist so weit. Die heimische Ananas-Erdbeere ist bei den Konsumenten besonders beliebt, da sie das erste saisonale und regionale Freilandobst ist. Das heimische Lieblingsobst der Burgenländer gibt es auch heuer wieder in gewohnt hoher Qualität und in ausreichender Menge. Die Ananas-Erdbeere schmeckt nicht nur hervorragend, sie schützt auch das Klima durch kurze Transportwege und sichert die regionale Wertschöpfung. Beim Kauf gilt es, auf die Herkunft zu achten oder direkt beim Erdbeerbauern aus der Region die Früchte zu beziehen“, so Nikolaus Berlakovich, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.

Berlakovich weiter: „Im Burgenland bewirtschaften rund 40 Betriebe ca. 69 Hektar Erdbeerfläche. Die „Wiesener Ananas-Erdbeere“ ist eine eigene Genussregion. Das Hauptanbaugebiet befindet sich im Bezirk Mattersburg in der Region rund um Wiesen. Der größte Teil der Frucht wird im Freiland produziert. Ein kleiner Teil (ca. 2 Prozent) wird unter geschütztem Anbau, z.B. im Folientunnel, gezogen. Diese Produktionsweise gewinnt immer mehr an Bedeutung, da die Produktionssicherheit mit gleichbleibender Fruchtqualität gewährleistet wird.“

Michael Habeler, Erdbeerbauer und Präsident-Stv. Des Burgenländischen Obstbauverbandes, unterstreicht: „Geschützter Anbau ist ein sehr wichtiges Thema für uns. Bereits 30 Prozent unserer Ernte stammt aus Folientunneln. Mit diesen können wir unsere Ernte vor katastrophalen Wettereinbrüchen schützen. Da wir einen Teil unsere Erdbeeren im Folientunnel kultivieren sind wir einer der ersten Erdbeerbauern, die das saisonale Lieblingsobst für die KonsumentInnen anbieten können.“

„Der kalte und nasse Mai hat uns Erdbeerbauern Kopfzerbrechen bereitet. Normalerweise beginnt im Freiland die Ernte Mitte Mai, doch dieses Jahr mussten wir uns alle noch gedulden. Vor allem war die Nachfrage bei den KonsumentInnen stark da, die wir zu Beginn vertrösten mussten. Doch jetzt geht’s los. Wir starten in die Saison der Freiland Ananas-Erdbeere. Es gibt sie wieder in Top-Qualität und in ausreichender Menge“, berichtet Christoph Ramhofer, Erdbeerbauer aus Wiesen.

Fakten zu Erdbeeren im Burgenland:

40 burgenländische Betriebe

69 Hektar Erdbeerfläche

Selbstpflückanteil: ca. 7 % der Gesamtfläche

Bioflächen: 14 Hektar

Hauptsorten in Wiesen: Clery, Jolly, Asia, Allegro.