Pamhagen

Erstellt am 03. Januar 2019, 02:23

von Martin Plattensteiner

Sicherheit im Kasten. Einheimischer oder Auswärtiger im Tor? Wem wird eher vertraut? Die BVZ nahm die Schlussmänner der Teams unter die Lupe.

Sicherer Rückhalt. Josef Tschida vom UFC Pamhagen.  |  Plattini

Der Tormann ist eine der Schlüsselpositionen jeder Mannschaft. Ein Keeper, der eine Partie im Alleingang retten kann, ist schon oft die halbe Miete – dessen sind sich sowohl Trainer als auch Funktionäre bewusst. Ein Torhüter der Extraklasse kann schon so manchen Fehler einer Abwehr ausbessern.

Christopher Kaydi vom SK Pama ist ein Wiener, kickte davor bei vielen Vereinen in und rund um die Bundeshauptstadt, auch in Niederösterreich. Er kassierte die wenigsten aller Treffer (13), wurde Herbstmeister – und musste gehen. „So etwas ist mir noch nie passiert“, meinte der Goalie verwundert, nachdem man ihn in Pama kündigte. Im Frühjahr soll – auch dank des Punktepolsters – einem Einheimischen die Chance gegeben werden. Trausdorf, der Zweite, hatte die Saison eigentlich anders geplant. Nach internen Querelen „durfte“ der erst 17-jährige Fabian Leeb seine Feuertaufe als Einser bestehen. 25 Mal musste der Youngster hinter sich greifen. Die Offensivmaschinerie merzte die Defizite in und rund um die Abwehr fast immer aus. In Klingenbach vertraut man auch nach dem Abstieg Stefan Schuller. Er gilt als „Heimischer“ – zerriss er doch seine ersten Handschuhe für Zagersdorf, Wr. Neustadt und Wiesen.

Tormänner auf dem Prüfstand

Der Illmitzer Mike Unger hütet seit viereinhalb Jahren den Kasten von Deutsch Jahrndorf. Den abgelaufenen Herbst möchte er am liebsten vergessen. Aufgrund einer Verletzung verpasste er fünf Partien. Dann war er noch lange nicht der „Alte“, bekam aber von Trainer Didi Bader (einst selber ein Tormann) immer wieder die Chance, sich zu beweisen.

Gattendorfs Manuel Schiszler war in der Hinrunde ebenso gesetzt wie Pamhagens Josef Tschida, Kittsee vertraute stets Legionär Peter Barinec. Dessen Paraden hielten den Aufsteiger meistens etwas länger im Rennen. Auch Julius Pentek vom UFC Pama und Matej Strapak aus Apetlon gehören zu den Meistern ihrer Klasse – Torwarte mit hundertprozentigem Verlass. Ebenso Miroslav Kanuk, der sich zwar beim FC Andau einen ordentlichen Ausraster (Rot beim 1:7-Debakel gegen Jahrndorf, nur ein Spiel Sperre) leistete, aber sonst mit Glanztaten aufzeigte.

In Wallern entschied Ex-Trainer Thomas Darazs vor der ersten Runde, dass Christoph Schwarz das Einserleiberl bekommt, Johannes Denk sein Back-up wird. Beide sind reine Eigengewächse.

Winden kann sich stets auf Roman Ostojic verlassen. Als das Match beim SK Pama witterungsbedingt um einen Tag verschoben wurde und Ostojic da im Urlaub weilte, sprang Tormanntrainer-Legende Viktor Dowitsch ein. Er feierte prompt einen 2:1-Sieg. Bei den Schlusslichtern haben es die Torwächter ziemlich schwer. Frauenkirchens Adi Kaiser ist ebenso wenig zu beneiden wie der Illmitzer Helmut Lang. Lang wurde einmal von Zweier Martin Hajtmanek ersetzt. Der Back-up sollte die Chance erhalten, sich zu beweisen. Der Versuch ging schief – 2:4 gegen Jahrndorf.