Podersdorf am See

Erstellt am 16. Januar 2019, 06:07

von Bettina Deutsch

Podersdorf am See kämpft mit Kanalsystem. In der Tourismusgemeinde Podersdorf am See sorgen Verstopfungen und Überschwemmungen für dringenden Handlungsbedarf.

Symbolbild  |  Goga Shutter/Shutterstock.com

Ende des vergangenen Jahres wurde im Gemeinderat das Investitionsprogramm für 2019 beschlossen. Neben dem Straßenbau, der Sanierung des Radweges Richtung Weiden am See, der Errichtung barrierefreier Gehsteige sowie verkehrsberuhigter Zonen und der Neugestaltung des Strandbereiches steht das bestehende Kanalsystem auf der Agenda, weil es immer wieder für Schwierigkeiten sorgt.

Feuchttücher und Hygieneartikel im WC sorgen für Probleme

„Das Kanalprojekt wird sich über mehrere Jahre hinwegziehen. Zunächst wird der Hochwasserschutz in der Mühlstraße im Fokus stehen. Hier soll ein Rückhaltebecken errichtet werden“, erzählt Bürgermeisterin Michaela Wohlfart. Bei Starkregen sind die Keller des betroffenen Gebiets kontinuierlich überschwemmt, das System muss langfristig entlastet werden. Das Kanalmischsystem soll zudem zum Trennsystem umfunktioniert werden.

Ein Problem der etwas anderen Art beschäftigt die Podersdorfer bereits seit längerer Zeit. In regelmäßigen Abständen kämpft die Gemeinde mit Störmeldungen im Abwassersystem. Das Problem: achtlos in die Toilette geworfene Feuchttücher und Hygieneartikel.

„Da sich Feuchttücher und Hygieneartikel aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht auflösen oder zersetzen, verstopfen sie Toiletten, Abflussrohre und sogar ganze Kanalstränge. Sie wickeln sich um die Laufräder der Pumpen und führen so zum Pumpenversagen“, heißt es im aktuellen Gemeindeblatt.

Die Behebung dieser Verstopfungen verursacht viel Arbeit und erhebliche Kosten: „Die Verstopfungen müssen händisch durch zwei Klärwärter entfernt werden“, berichtet die Ortschefin weiters. Vehement wird auf das immer wiederkehrende Problem hingewiesen und gebeten, WC-, Kosmetik-, Baby- sowie Hygienefeuchttücher und -artikel nur über den Restmüll zu entsorgen. Auch von der Entsorgung von Essensresten über die Kanalisation wird dringend abgeraten.