28-Jähriger wollte mit Nacktfotos beeindrucken. 28-jähriger Mann aus dem Bezirk Neusiedl am See versuchte, junger Frau mit Bildern seiner Genitalien zu imponieren. Nun musste er sich vor Gericht verantworten.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 19. Oktober 2020 (04:55)
Symbolbild
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Von 18. Februar bis 14. August 2020 schickte ein 28-jähriger Mann einer jungen Frau via Instagram zahlreiche obszöne Bilder und Nachrichten. Unter anderem übermittelte er Fotos von seinem Intimbereich.

Vorige Woche musste sich der 28-Jährige wegen des Vorwurfs der beharrlichen Verfolgung vor Gericht verantworten. Er bekannte sich reumütig schuldig und erklärte sein Problem. Wegen eines körperlichen Handicaps habe er in der Frauenwelt kein Glück. In der Schule sei er gemobbt und geschlagen worden. „Sogar meine eigene Familie sagte, aus dem wird nie etwas“, klagte der 28-Jährige.

„Sogar meine eigene Familie sagte, aus dem wird nie etwas“ Der 28-jährige Angeklagte war zeitlebens Mobbing ausgesetzt

Er sei nun seit August in Psychotherapie und hoffe, sein Problem in den Griff zu bekommen.

Er habe gedacht, dass er die junge Frau, der er über die Social Media Plattform Instagram monatelang nachstellte, mit seinen Bildern „beeindrucken“ könnte.

Andererseits sei ihm bewusst gewesen, dass sein Verhalten nicht richtig war, zumal die Adressatin seiner Avancen eindeutig zu verstehen gegeben hatte, dass er sie nicht mehr belästigen solle.

„Es tut mir leid“, sagte der Angeklagte und entschuldigte sich bei dem Stalking-Opfer. „Ich habe begriffen, dass man so etwas nicht macht und dass man eine Beziehung nicht erzwingen kann.“

Er wurde zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt und nahm dieses Urteil an.