Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl: Wo es spannend wird

Erstellt am 29. September 2022 | 04:20
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Foto: NÖN/APA, APA
Jede Stimme zählt - dieser Slogan trifft bei der Bürgermeisterwahl besonders zu. Lesen Sie, wo es am 2. Oktober knapp werden könnte.

Besonders spannend dürfte der Wahltag in Weiden am See werden, denn hier wird es fix einen neuen Ortschef geben. Der amtierende Bürgermeister Wilhelm Schwartz (ÖVP) tritt nach fünf Perioden nicht mehr zur Wahl an. Kommt es zu einer Stichwahl zwischen dem ÖVP-Kandidaten Christian Wandler und seinem SPÖ-Kontrahenten Heinrich Hareter, wäre das keine Überraschung. Schon Schwartz ging 2017 mit Hareter in eine zweite Wahlrunde. Nun fällt der Weidener ÖVP der Bonus eines amtierenden Bürgermeisters allerdings weg.

Genau auf diesen Bonus darf die Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt hoffen. Elisabeth Böhm (SPÖ) gelang es 2017, das Bürgermeisteramt in der einstigen ÖVP-Hochburg Neusiedl am See erstmals in die Reihen der Sozialdemokratie zu holen. Nach einer Stichwahl mit ÖVP-Kandidat Thomas Halbritter hatte sie die Nase vorne. Auf genau dieses Duell läuft auch 2022 alles wieder hinaus. 1000 neue Wähler (durch den Bevölkerungszuwachs) machen die Wahl in Neusiedl am See sehr spannend und einen Wahlausgang schwierig abzuschätzen.

Stichwahlen sind in Kittsee bei Bürgermeisterwahlen schon bald Tradition. Auch dieses Mal könnte es ein knappes Rennen zwischen dem amtierenden Bürgermeister Johannes Hornek (ÖVP) und der SPÖ-Kandidatin Karin Darnai (SPÖ) werden, jedenfalls sind die Mandatsverhältnisse im Gemeinderat zwischen ihren Fraktionen knapp (ÖVP 9, SPÖ 8) und zwei Bürgerlisten mischen auch noch mit.

Mit einem ewigen Duell wartet Zurndorf auf: Wieder heißt es Werner gegen Werner. 2007 unterlag der jetzt amtierende Bürgermeister Werner Friedl (SPÖ) in der Stichwahl noch Werner Falb-Meixner (ÖVP). 2017 ging das gleiche Duell in der zweiten Wahlrunde allerdings anders aus. Auch hier musste der Bürgermeister, so wie in Neusiedl, Kittsee, Andau und Gattendorf, in der ablaufenden Amtsperiode allerdings ohne Mehrheit der eigenen Partei im Gemeinderat auskommen.

Interessant wird auch, wie hoch die Zustimmung für die amtierenden Bürgermeister in Frauenkirchen (Hannes Schmid, SPÖ), Gattendorf (Thomas Ranits, ÖVP), Gols (Kilian Brandstätter, SPÖ), Illmitz (Maximilian Köllner, SPÖ) und Wallern (Ernst Oroszlan, SPÖ) ausfällt. Sie alle wurden im vergangenen halben Jahr von ihrem Gemeinderat in das Bürgermeisteramt gewählt und stellen sich das erste Mal der Wahl ihrer Bevölkerung.

Aktuell hat die ÖVP mit 14 Bürgermeistern übrigens im Bezirk Neusiedl am See die Mehrheit, die SPÖ stellt 12 Bürgermeister, in Parndorf hat die LIPA (Liste Parndorf) das Bürgermeisteramt inne.