Bezirk Neusiedl

Erstellt am 06. Februar 2019, 05:54

von Elisabeth Kirchmeir

Mann bedrohte Verwandte: „Ihr werdet brennen“. Ein 46-jähriger Mann bedrohte seinen Cousin und seine Cousine. Von sich sagt er: „Ich bin verhaltensgestört!“

Der Angeklagte wurde zu vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus muss er sich einer Psychotherapie und einer Entzugstherapie unterziehen.  |  BilderBox

Mit seinen Verwandten hat der Angeklagte nicht immer das beste Einvernehmen. Dabei haben sie sich immer um ihn gekümmert, wie sie sagen. Am 19. September 2018 kam es zu einem Konflikt, der schließlich in einem Gerichtsverfahren gegen den 46-jährigen Mann mündete, der von sich selbst sagte: „Ich bin leider ein bissl verhaltensgestört. Das habe ich schriftlich.“

Angeblich, weil er sich von seinem 54-jährigen Cousin beleidigt fühlte, sei er am 19. September 2018 vor dessen Haus aufgetaucht, habe ans Schlafzimmerfenster geklopft und die Zunge herausgestreckt. „Er schrie: Komm raus, i mach di kalt!“, berichtete der Cousin. Das sei „ernstzunehmen gewesen“, weshalb er, so der Cousin, die Schrotflinte aus dem Schrank genommen und dem Angeklagten gezeigt habe.

Darauf sei dieser verschwunden.

Am selben Tag soll der Angeklagte seinen Cousin und seine Cousine per Textnachricht mit der Ankündigung „ihr werdet brennen!“ und „ich haue euch mit dem Hammer den Schädel ein“ bedroht haben. Seiner Cousine kündigte er an, dass „Jesus sie persönlich töten“ werde.

Mit dem Hammer den Schädel einhauen

„Er weiß, dass ich sehr gläubig bin und dass es mich trifft, wenn er so etwas schreibt“, sagte die 64-jährige Cousine als Zeugin vor Gericht aus.

„Zuletzt eskalierte das Verhältnis zu ihm immer wieder“, berichtete der Cousin. Vor allem wenn der Angeklagte Alkohol trinke, sei es schlimm.

„Ich bin halt verbal ein bissl extrem“, erklärte dazu der Angeklagte. Er könne mit Menschen nicht umgehen, sei auch bereits in der Psychiatrie gewesen. Wegen des Vorwurfs der gefährlichen Drohung wurde er vorige Woche von Richterin Doris Halper-Praunias zu vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er sich einer Psychotherapie und einer Alkoholentzugstherapie unterziehen.