Kilian Brandstätter jubelt über unglaubliches Ergebnis. Mit 48,9 Prozent der Stimmen liegt die SPÖ im Neusiedler Bezirk klar vor der ÖVP (31,5 %), der FPÖ (10,2 Prozent) und den Grünen mit 7,1 Prozent, die LBL liegt bei 0,7 Prozent die NEOS bei 1,6 Prozent.

Von Birgit Böhm-Ritter. Update am 26. Januar 2020 (22:53)

In der SPÖ des Bezirks ist der Jubel groß. Bezirks-Obmann und Landtagswahlkandidat Kilian Brandstätter kann das Ergebnis seiner Partei kaum fassen. Dass die SPÖ an der "Absoluten" kratzen würde sei nicht vorhersehbar gewesen, sagt er.

Das Neusiedler Bezirksergebnis unterscheidet sich nur marginal vom Landesergebnis. Allerdings verzeichnet die SPÖ-Bezirksorganisation ein nicht ganz so großes Plus wie im landesweiten Schnitt (+8 Prozent), startete man hier schon von einem höheren Niveau aus. Über 48,9 Prozent der Stimmen und ein Plus von über 4,4 Prozent dürfen sich die Sozialdemokraten aber freuen. 

Im ÖVP-Bezirksbüro: Landesrat a.D. Paul Rittsteuer, Regionalmanager Thomas Ranits und Franziska Rapp. ©
Birgit Böhm-Ritter

Anders in der ÖVP: Hier sind die Zugewinne (+ 3,5 Prozent) im Neusiedler Bezirk etwas höher als im Land (1,4 Prozent) insgesamt. Die Stimmung im Bezirk ist trotzdem gedämpft. "Wir haben das Wahlziel erreicht. Wir haben dazugewonnen und ein Dreier steht beim Ergebnis vorne", sagt ÖVP-Bezirksobmann Rudolf Strommer und nennt im gleichen Atemzug die Absolute der SPÖ als Wermutstropfen, wenn sie denn erreicht werde. 

Petschnig: FPÖ-Absturz wegen "Hintergrundgeräuschen aus dem Bund"

Von einem "enttäuschendes Ergebnis" spricht FPÖ-Bezirksobmann Alexander Petschnig. Dass das Minus so hoch ausfallen würde, damit hätte er nicht gerechnet. Die 10 Prozent-Marke knackten die Freiheitlichen im Bezirk mit 10,2 Prozent der Stimmen allerdings gerade noch. Im landesweiten Ergebnis blieb die FPö darunter. Die "Hintergrundgeräusche" aus dem Bund hätten mehr gewogen als die gute Regierungsarbeit, erklärt sich Petschnig das enttäuschende Abschneiden. Im Neusiedler Bezirk gab es ein Minus von 5,2 Prozent.

Auch bei den Grünen hätte man sich mehr erwartet. Und so hält sich die Euphorie bei Bezirkssprecherin Andrea Reiss-Kiss in Grenzen. "Wenn man sich hohe Ziele setzt, ist man enttäuscht, wenn man sie nicht erreicht. Wir haben uns aber verbessert, so gesehen, ist es ein schönes Ergebnis." Mit einem Zugewinn von knapp über einem Prozent konnten sich die Grünen im Bezirk etwas besser steigen als im gesamten Land, wo man nur ein viertel Prozent dazu gewinnen konnte.

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