Neuer Windpark liefert Strom für 9.500 Haushalte. Mit einem Fest feierte man den Start des neuen Windparks Bruckneudorf mit fünf Windrädern.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:22)
IG Windkraft/Astrid Knie
Saubere Energiegewinnung. Herbert Stava (Energiepark Bruck/Leitha), Bürgermeister Gerhard Dreiszker, Landesrätin Daniela Winkler, Klaus Maras (Energie Burgenland) und Thomas Huemer (Im Wind).

Mit der Fertigstellung des Windparks reiht sich nun auch die Großgemeinde Bruckneudorf-Kaisersteinbruch in die Riege der Windkraftgemeinden ein. Mit den fünf Windkraftanlagen der Marke VESTAS zu je 3,45 MW Leistung kann der Jahresstrombedarf von circa 9.500 Haushalten abgedeckt werden. Daher luden die drei Windparkbetreiber – Energiepark Bruck/Leitha, Energie Burgenland Windkraft, ImWind – zu einem Eröffnungsfest im Windpark Bruckneudorf.

Bürgermeister Gerhard Dreiszker unterstrich in seiner Begrüßung die hohe Bedeutung des ersten Windparks für die Gemeinde Bruckneudorf, für den man sich jahrelang intensiv einsetzte und bekräftige dabei auch das Bekenntnis für erneuerbare Energien.

Herbert Stava vom Energiepark Bruck/Leitha erzählte wie es zur Realisierung des Windparks kam und strich dabei die regionale Komponente hervor. Launig erwähnte er, dass er es nach fast 25 Jahren intensivem Wirken im Rahmen der erneuerbaren Energien erstmals „geschafft“ hat, auch ein Windrad auf eine seiner eigenen landwirtschaftlichen Flächen zu bekommen. Er freue sich auf jeden Fall, dass dieses Windkraftprojekt nach einer langen Vorlaufphase erfolgreich umgesetzt werden konnte und er sei stolz, als regional agierender Ökostromproduzent immerhin für etwa 0,6 Prozent der österreichischen Stromproduktion verantwortlich zu sein.

Der Geschäftsführer der Energie Burgenland Windkraft Klaus Maras warf einen Blick in das kommende Jahrzehnt und beleuchtete die Rolle der erneuerbaren Energien auf Landesebene.

Energie Burgenland blickt in die Zukunft

Noch im Jahr 2003 wurden nur 3 Prozent des Stromverbrauches im Land selbst erzeugt, 2013 durchbrach man bereits die 100 Prozent Ökostrom-Schwelle (bilanziell), was nur durch den Windkraftausbau möglich war. In den nächsten Jahren, erläuterte Maras, stünden einerseits das Repowering von alten Windkraftanlagen, andererseits die Beschäftigung mit innovativen Speichertechnologien und alternativen Mobilitätsformen am Programm. Maras erwähnte in diesem Zusammenhang ein Projekt in Neusiedl, bei dem die Sektoren Windstrom und Fernwärme gekoppelt werden, sowie ein Wasserstoffbusprojekt für den öffentlichen Nahverkehr.