Neusiedl am See

Erstellt am 13. Februar 2019, 06:42

von Paul Haider

Jüngster Vize der Historie für Neusiedls Stadtfeuerwehr. Der 23-jährige Christoph Leiner ist seit 1. Jänner der jüngste Vizekommandant in der Geschichte der Neusiedler Stadtfeuerwehr.

Einsatzbereit. Kommandant Reinhard Theuritzbacher (li.) setzt vollstes Vertrauen in seine neue „Nummer Zwei“ Christoph Leiner.  |  Haider

Die Stadtfeuerwehr Neusiedl am See kann sich rühmen, ein dynamisches und vor allem junges Führungsduo an ihrer Spitze zu haben.

Im Vorjahr hat der damals 34-jährige Reinhard Theuritzbacher das Kommando über die Neusiedler Florianis übernommen. Seit 1. Jänner 2019 steht ihm jetzt mit Christoph Leiner der jüngste Vizekommandant in der Geschichte der Stadtfeuerwehr Neusiedl am See zur Seite.

Der BVZ hat der 23-Jährige seinen Werdegang bei der Feuerwehr geschildert: „Ich habe mit 12 Jahren ganz klassisch bei der Feuerwehrjugend angefangen. Nach zwei Jahren habe ich eine Pause eingelegt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass mir etwas fehlt und 2015 war ich wieder dabei.“

Vize-Nachfolge war schnell geklärt

Nach seiner Rückkehr zu den Florianis beginnt Christoph Leiners rascher Aufstieg: 2018 wird er zum Gruppenkommandanten befördert. Noch im gleichen Jahr rückt der Posten des Vizekommandanten in greifbare Nähe, nachdem die bisherige Nummer Zwei, Günther Köstner, seine Funktion zurückgelegt hat. „Er ist Abschnittsfeuerwehrkommandant geworden und wollte sich lieber voll darauf konzentrieren“, erklärt Christoph Leiner.

Die Nachfolge von Günther Köstner war rasch geklärt, nicht zuletzt weil sich Kommandant Reinhard Theuritzbacher für Christoph Leiner stark gemacht hat: „Ich habe ihn angeworben und ihm nahegelegt, die Chance zu ergreifen“, schmunzelt der Kommandant im BVZ-Gespräch.

Obwohl Christoph Leiner nicht damit gerechnet hat, jetzt schon in die Rolle des Vizekommandanten zu schlüpfen, geht er motiviert an die Sache und konnte bereits erste Akzente setzen: „Zu meinen Aufgabenbereichen gehört die Ausbildung. Ich habe den Ausbildungsplan geändert, sodass die Jugend mehr in die Aktivitäten der aktiven Mitglieder miteinbezogen wird.“

Der hauptberufliche Koch lebt das Feuerwehr-Motto „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ und konnte seine Stressresistenz schon bei vielen fordernden Einsätzen unter Beweis stellen.

So auch am 5. Dezember 2018, als der Merkurmarkt in Bruckneudorf brannte: „Ich war den ganzen Tag in Eisenstadt beim Kommandantenlehrgang. Danach war ich bis Mitternacht in Bruckneudorf im Einsatz und um 4 Uhr früh bin ich wieder aufgestanden, um in die Arbeit zu fahren.“

Christoph Leiner tritt übrigens in große Fußstapfen: Sein Großvater Hans Krenn war seinerzeit Bezirksfeuerwehrkommandant und Landesfeuerwehrinspektor.