Online-Turniere für E-Sportler „mehr als nur ein Hobby“. Das E-Sport Team Deutsch Jahrndorf Five tritt derzeit in der Primeleague gegen andere Amateurteams an. Aktuell liegen sie auf dem ersten Rang.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 25. Juli 2020 (05:17)
Patrick Gottfried: „Computerspiele ermöglichen, die Geschichte und die Landschaft auf seine eigene Weise zu erkunden und zu erleben. Diese Interaktivität bietet kein Film, keine Serie und auch kein Buch.“
BVZ

„E-Sport ist für uns mehr als nur Computerspielen und Tastendrücken. Es ist eine Leidenschaft, die wir alle gemeinsam teilen“, betont der 21-jährige Software Entwickler Patrick Gottfried aus Deutsch Jahrndorf. Er ist Teamgründer und Leiter des E-Sport Teams Deutsch Jahrndorf Five.

Das bereits im Jahr 2013 gegründete Team setzt sich aus fünf talentierten jungen Männern aus Niederösterreich, Wien und dem Burgenland zusammen, die sich auf das MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena)-Echtzeit-Strategiespiel „League of Legends“ spezialisiert haben. Seit 2019 nehmen sie regelmäßig an Turnieren und Meisterschaften teil.

„Mein Team tritt derzeit in der Primeleague gegen andere Amateurteams an. Die Primeleague ist die größte offizielle League of Legends Meisterschaft im deutschsprachigen Raum“, berichtet Gottfried. Insgesamt nehmen 955 Teams daran teil.

Szene aus einem Gruppenspiel. League of Legends erreicht 115 Millionen Spieler weltweit pro Monat und ist zusätzlich das meist gestreamte Onlinegame auf der Plattform twitch.tv. In den letzten sieben Tagen sind über 30 Millionen Stunden gestreamt worden.
Gottfried

„In unserer Division liegen wir derzeit auf dem ersten Rang und haben nur noch ein letztes Spiel vor uns.“ Alle Teammitglieder spielen schon seit circa acht Jahren „League of Legends“. Ein bis fünf Stunden pro Tag verbringen sie vor den Bildschirmen: „Bei den Meisterschaftstrainings müssen nicht immer alle anwesend sein. Sogar nur zu zweit ist es möglich, effizient zu üben. Dabei probieren wir meistens neue Champions und Taktiken aus“, erklärt der 21-Jährige.

Die Differenzierung zwischen Computerspielen und E-Sport liege ihm besonders am Herzen: „Ich vergleiche es gerne mit dem Rennsport. Autofahren wird erst durch den Wettkampf zum Rennsport. Und für uns ist es eben dieser Wettkampf, die Zielstrebigkeit und das Adrenalin, was den (E-)Sport ausmacht.“