„Maximal-Ausbau“ der Volksschule beschlossen. Gemeinderatsbeschluss: Die Volksschule soll um fünf zusätzliche Klassenräume und eine Computerklasse erweitert werden.

Von Paul Haider. Erstellt am 11. Oktober 2019 (03:28)
Haider
Vor dem Ausbau. Die Volksschule Parndorf zählt aktuell 218 Schülerinnen und Schüler - alle bestehenden Klassenräume sind belegt. Die Westseite des Schulgebäudes soll deshalb nächstes Jahr aufgestockt werden, um Platz für neue Klassen zu schaffen.

Wie die BVZ in der Vorwoche bereits berichtet hat, muss die Parndorfer Volksschule ausgebaut werden. Nur acht Jahre nach der letzten Erweiterung des Gebäudes sind alle bestehenden Klassenräume belegt. 218 Kinder besuchen derzeit die Volksschule, 130 werden auch nachmittags betreut.

Am Donnerstag der Vorwoche hat der Parndorfer Gemeinderat über drei mögliche Ausbauvarianten - die das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie waren - abgestimmt. Dabei haben sich die Gemeinderäte mit klarer Mehrheit (zwei Stimmenthaltungen gab es seitens der ÖVP) für die Variante „Maximal-Ausbau“ entschieden. Im Detail bedeutet dies, dass die gesamte Westseite der Volksschule aufgestockt und ein neuer Durchgang im 1. Stock geschaffen wird.

Baukosten: circa 2,2 Millionen Euro

Nach den vorliegenden Plänen wird dadurch Platz für fünf neue Klassenräume, eine zusätzliche Computerklasse und eine größere Garderobe geschaffen. „Mehr geht dann nicht mehr“, hat Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) in der Gemeinderatssitzung den Umfang der Ausbaupläne auf den Punkt gebracht. Die Baukosten für die Aufstockung werden in der Machbarkeitsstudie mit 2,09 Millionen Euro beziffert. Weitere 132.000 Euro werden für bauliche Maßnahmen im Erdgeschoss fällig.

Wie Gemeindevorstand Wolfgang Daniel (LIPA) zu bedenken gab, werde es aber wahrscheinlich nicht bei diesen anvisierten 2,2 Millionen Euro bleiben. Denn im alten Gebäudeteil sei viel zu tun: Die dortigen Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen würden zum Teil noch aus den 1970er-Jahren stammen und heutigen Standards nicht mehr gerecht werden, so Daniel. Weiters würde der Turnsaal einen neuen Bodenbelag benötigen. Somit sei es realistisch, dass zu den Umbaukosten noch rund 500.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen fällig werden.

Wie Ortschef Kovacs darlegte, könnte der Schulbetrieb nach dem Ausbau zur Gänze im 1. Stock stattfinden, während das Erdgeschoss für die Nachmittagsbetreuung genützt werden könnte.

Nachdem nun ein Gemeinderatsbeschluss für Ausbau und Sanierung der Volksschule vorliegt, will die Gemeinde diesbezüglich mit der Bezirkshauptmannschaft und der Landesregierung in Kontakt treten.

Läuft alles nach Plan, dann könnte schon nächstes Jahr, bei laufendem Schulbetrieb, gebaut werden.