"Aufbruchsstimmung" in St. Martins Therme. Zweieinhalb Monate war die St. Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen aufgrund der Coronakrise geschlossen, ehe am Freitagvormittag wieder die ersten Gäste begrüßt werden können.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 29. Mai 2020 (06:04)
St. Martins Therme & Lodge_Rudy Dellinger

Die Öffnung sorge für eine "schöne Aufbruchsstimmung", sagte Geschäftsführer Klaus Hofmann im Gespräch mit der APA. Die Buchungslage für die Sommermonate sei "sehr zufriedenstellend".

Für die Wiedereröffnung würden die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen, die "seit jeher oberstes Gebot" seien, weiter verstärkt. "Wir werden all das, was vom Gesundheitsministerium empfohlen wird, umsetzen", betonte Hofmann. Und das heißt vor allem: Abstand halten. In der Sauna werde es keine Aufgüsse geben, zudem setze man auf eine "deutlich verstärkte Reinigung". Stündlich werden die Türklinken und die Taster in den Liften gesäubert. Die Gäste würden außerdem dazu angehalten, eher das Stiegenhaus als die Aufzüge zu nutzen.

Spezielle Regeln - etwa ein Einbahnsystem - werden auch beim Frühstücksbuffet gelten. Dort dürfen keine Lebensmittel berührt, sondern lediglich mit Besteck genommen werden. Zudem sollen sich die Gäste die Hände desinfizieren oder Einweghandschuhe tragen. "Da wird auch ein Mitarbeiter stehen und kontrollieren", betonte Hofmann.

Kontrollen des Abstandhaltens etwa im Wasser seien hingegen schwierig - auch weil man nicht sehe, wer zusammengehöre. Die Richtlinien würden allerdings ausgeschildert. Zudem werde empfohlen, den Eintritt in die Therme im Voraus online zu reservieren, da die Kapazitäten begrenzt seien. "Wir können nicht so viele Liegen aufstellen", sagte der Geschäftsführer.

Dem Neustart blickt Hofmann positiv entgegen. Die Buchungslage sei "sehr zufriedenstellend. Über Pfingsten haben wir so viele Zimmer, wie wir wollten", betonte er. Erfreulich sei auch, dass die Gäste teilweise deutlich länger in Frauenkirchen bleiben wollen. Im Sommer würden die Aufenthalte durchschnittlich drei Nächte dauern, heuer würden viele "sieben Tage, vierzehn Tage oder sogar drei Wochen" bleiben. "Die Landsleute sind hungrig auf Urlaub und schauen sich nach Alternativen in Österreich um", sagte Hofmann.

Ein Vorteil sei, dass die St. Martins Therme & Lodge ebenso wie viele andere Betriebe im Burgenland einen Schwerpunkt auf österreichischen Gästen habe. "Wir haben einen Österreich-Anteil von 90 Prozent", sagte Hofmann. Nach der Schließung aufgrund der Coronakrise hätten die Betriebe nun eine "Riesenchance, sich als Urlaubsdestination zu präsentieren".

Die Zeit der Schließung habe man "so gut es geht ausgenutzt", sagte Hofmann. Sämtliche Revisions- und Wartungsarbeiten seien vorgezogen worden und damit für heuer abgeschlossen. Zudem habe man einige Renovierungsarbeiten durchgeführt. Unter anderem wurden die Teppiche in den Gängen getauscht und der Holzboden im Restaurant abgeschliffen. Außerdem wurde der Lodge-Außenpool um eine neue Holzterrasse erweitert. Mit den Mitarbeitern, die seit Mitte März in Kurzarbeit sind, habe man teilweise über E-Learning Schulungen abgehalten.