„Lokalaugenschein“: Neues Restaurant in Podersdorf. Daniel Schreier hat den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, im Restaurant wird Regionalität großgeschrieben.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 15. Mai 2019 (04:06)
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Neustart geglückt. Melanie Reinstrom und Daniel Schreier feierten Premiere.

Im November des vergangenen Jahres wurde es in der Seestraße 58 ruhig, und was sich hinter verschlossenen Türen Schritt für Schritt ankündigte, wurde am Samstag feierlich offenbart. Wo einst die „Chill Out“-Bar von Mario Haider residierte, steht erneut alles im Zeichen des Genusses, im Restaurant „Lokalaugenschein“ von Daniel Schreier wird ab sofort regional gekocht.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragte sich Daniel Schreier als er vor etwa einem halben Jahr von der Pachtmöglichkeit des ehemaligen In-Lokals erfuhr. Zwei Wochen plante er für die Konzepterstellung hinsichtlich eines Neustarts vor Ort, keine drei Tage später ergriff er die Chance und erfüllte sich seinen Traum von der Selbstständigkeit.

„Am 1. Jänner war mein Entschluss besiegelt, im Feber fiel der Startschuss für die Rundumsanierung“, erzählt der Neu-Unternehmer im Gespräch mit der BVZ. Von der einstigen Cocktailbar ist nicht mehr viel übrig geblieben, „lediglich den großen, offenen Barbereich haben wir aus dem Originalbestand behalten“, offenbart der engagierte Podersdorfer.

Konzept: hell, offen und der grüne Faden

Der Name „Lokalaugenschein“ ist Programm, zum Inventar des neuen Restaurants zählt nicht nur eine Küche, die sprichwörtlich alle Stücke spielt. Das Herzstück des „Lokalaugenscheins“ ist als sogenannte Schauküche konzipiert und für interessierte Gäste einsehbar. Beim Betreten des Lokals fällt eines besonders auf, neben der nun hellen und vor allem offenen Architektur zieht sich die Farbe Grün wie der sprichwörtliche rote Faden durch das gesamte Konzept. „Meine Freundin Melanie stammt aus der Steiermark und das Bundesland steht sinnbildlich für das grüne Herz Österreichs. Zudem präsentiert die Farbe Grün Hoffnung, steht für etwas Positives und sie fällt auf“, gesteht Daniel Schreier.

Die Farbwahl kommt nicht von ungefähr: Nachhaltigkeit steht im „Lokalaugenschein“ an erster Stelle, „wir kochen saisonal, mir regionalen Produkten und bieten unseren Gästen die Möglichkeit, die heimischen Spezialitäten für den Heimgebrauch in unserem ‚Schauplatz‘, einer Art Verkaufsraum, zu erwerben“, so der Gastronom. Eine Weinkarte wird es im „Lokalaugenschein“ keine geben, „möchte der Gast dennoch Wein trinken, kann er sich an den Weinempfehlungen in der Speisekarte orientieren oder sich in unserem ‚Schauplatz‘ umsehen“, sagt er.

Die Speisekarte wird als Themen-Speisekarte geführt, „ein guter Mix aus zehn Gerichten, welche saisonal gewechselt wird. Im Mai und Juni steht bei uns der Spargel im Mittelpunkt des Geschehens“, verrät Daniel Schreier bereits vorweg. „Wir gehen mit der Zeit und passen unser Angebot den Bedürfnissen unserer Gäste an“, so Schreier.