„Parndorf for Future“: Hunderte bei Demo erwartet. Hunderte Teilnehmer bei Demo erwartet: In Parndorf formiert sich Widerstand gegen Verkehrsbelastung und Bodenversiegelung.

Von Paul Haider. Erstellt am 13. September 2019 (06:09)
Engagiert. Peter Liehl hat schon im Juli am „Sternmarsch“ im Bezirk Bruck an der Leitha teilgenommen. Am 20. September wird eine große Parndorfer Delegation beim „Fridays for Future“-Protest in Bruck erwartet.
zVg

Gerade jetzt in der Wahlkampfzeit ist das Thema Klimaschutz in aller Munde. Nicht zufällig wurde für 20. September, eine Woche vor dem Wahltermin, ein „globaler Klimastreik“ ausgerufen, im Zuge dessen auch eine große Demonstration in Bruck an der Leitha stattfinden wird. Veranstalter ist die „Fridays for Future“-Bewegung, die mit ihren Schülerstreiks in den vergangenen Monaten international für Aufsehen gesorgt hat.

Mit dabei sein wird auch eine große Delegation aus dem Bezirk Neusiedl am See - angeführt vom Parndorfer Verein „ÜbersLeben“ und dessen Obmann Peter Liehl. Er hat der BVZ im Vorfeld verraten, warum sich sein Verein mit der Brucker „Fridays for Future“-Ortsgruppe zusammengetan hat: „Wir wollen, dass unsere Region lebenswert bleibt. Es geht der ganzen Region klimamäßig nicht gut, und trotzdem wird ständig noch mehr Boden versiegelt. Und jetzt gibt es auch noch den Wahnsinnsgedanken, ein Stadion zu bauen. Man sieht jetzt schon, wie viele Leute gesundheitliche Probleme aufgrund Feinstaub, CO2 und Kerosin-Ultrafeinstaub haben. Die Lebensqualität und Chance auf Gesundheit geht in unserer Region verloren.“

Großprojekte bringen Umweltschützern Zulauf

Projekte wie die dritte Flughafenpiste, das geplante Breitspur-Verladeterminal und nicht zuletzt die rege Bautätigkeit im Betriebsgebiet haben der Umweltschutzbewegung in Parndorf zuletzt großen Zuwachs beschert. Deshalb geht Peter Liehl auch davon aus, dass viele Parndorfer an der Demo in Bruck teilnehmen werden: „Es werden sicher ein paar hundert Leute aus Parndorf dabei sein. Die Gemeinde unterstützt die Aktion, und wir haben auch in den Nachbargemeinden dafür geworben“.

Angemeldet wurde die Demonstration von „Fridays for Future“, „ÜbersLeben“, sowie dem Gallbrunner Umweltverein VEG und weiteren Bürgerinitiativen für 1.000 Teilnehmer. Der Einschätzung von Peter Liehl zufolge könnten es aber weit mehr werden: „Ich nehme an, dass 2.000 Leute dabei sein werden. Man hatte beim Protestmarsch zum B10- Kreisverkehr im Juli auch nur mit 100 Teilnehmern gerechnet, und am Ende waren es knapp 1.000“.