SPÖ holt in Bruckneudorf Sieg auf allen Ebenen

Erstellt am 04. Oktober 2022 | 06:36
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Bürgermeister Dreiszker wiedergewählt und absolute Mehrheit vergrößert.

 Mit 78,32 Prozent der Stimmen baut die SPÖ ihre absolute Mehrheit deutlich aus und hält nun statt 16 satte 19 Mandate im Gemeinderat. Große Freude herrschte bei den Genossen auch durch die Wiederwahl des bisherigen Bürgermeisters Gerhard Dreiszker, der sich souverän gegen seinen einzigen Kontrahenten, Mario Jaksch (FPÖ), mit 86,84 Prozent behaupten konnte. „Es ist eine tolle Bestätigung für die geleistete Arbeit“, freut sich Gemeindevorständin Dagmar Schlager. Ihre Parteikollegin Herti Schuster zeigt sich dankbar und erleichtert, dass die „mutigen Entscheidungen der letzten Jahre von der Bevölkerung honoriert worden sind“.

Allerdings gibt ihr die relativ geringe Wahlbeteiligung von 57,49 Prozent und das hohe Maß an ungültigen Stimmen, 218 von 1.477 abgegebenen Stimmen, zu denken. Vizebürgermeister Gerold Eder ist zu Tränen gerührt, als er sich voller Stolz an das „tolle Team“ richtet und sich für dessen Einsatz in den letzten fünf Jahren bedankt: „Wir haben auf ein zusätzliches Mandat gehofft, da die Grünen nicht angetreten sind, aber von drei Mandaten haben wir nicht zu träumen gewagt.“

Bürgermeister Gerhard Dreiszker ist demütig ob des Vertrauens und möchte weiterhin ein Bürgermeister für alle BürgerInnen sein: „Mit einer absoluten Mehrheit zu regieren ist nicht immer einfach. Ein Konsens muss nicht nur mit der Opposition, sondern oft auch innerhalb der eigenen Fraktion gefunden werden, denn nur weil man die Mehrheit hat, hat man nicht automatisch immer recht.“ Den „erfolgreichen Weg“ möchte er nun mit einem größeren Team weiterbestreiten.

ÖVP nur mehr halb vertreten

Die ÖVP erhielt 7,15 Prozent der Stimmen und verliert damit einen Gemeinderat. Einziger Mandatar ist nunmehr Martin Hilmbauer, für den sich „realpolitisch dadurch nichts verändert“: „Ich werde nun alleine ein gutes Auskommen mit den Roten haben, wie bisher.“

Mit 14,54 Prozent der Stimmen verliert die FPÖ einen ihrer vier Gemeinderatssitze. Obmann Mario Jaksch, der bei der Bürgermeisterwahl 13,16 Prozent der Stimmen erhielt, gibt sich enttäuscht: „Das bittere Ergebnis müssen wir erst einmal verdauen, analysieren und genau besprechen, aber die Leute bekommen das, was sie wählen.“