Aktiv gegen Leukämie - Stammzellen spenden. 1000 Personen erkranken jährlich an Leukämie. Am 28. September kann man sich als Stammzellenspender registrieren lassen.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 26. September 2018 (10:29)
BVZ

Am Freitag, dem 28. September 2018, bietet sich im Batthyány-Strattmann-Krankenhaus Kittsee zwischen 10 und 17 Uhr die Möglichkeit, sich mittels einer Blutabnahme als möglicher Stammzellen-Spender registrieren zu lassen.

Die Typisierungsaktion wird vom Verein „Leben spenden KMT“ (Verein zur Unterstützung der Stammzell- und Knochenmarktransplantation) getragen. Die KRAGES unterstützt die Aktion, indem in ihren vier Standorten jeweils an einem Tag ein Raum zur Verfügung gestellt wird, indem Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal Blut abnehmen und in dem Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird.

Hilfe für 20 Monate alten Leonhard

Leonhard aus dem Bezirk Oberwart ist 20 Monate alt und einer von circa 1.000 Personen, die jährlich in Österreich an Leukämie erkranken. Er hatte schon eine erste Stammzellentransplantation, leider konnte damit seine Krankheit nicht besiegt werden. Leonhard und auch viele andere Kinder benötigen Ihre Hilfe!

Jede Stammzellen-Typisierung ist relativ kostspielig. Eine Eintragung in die weltweit verfügbare Datenbank kostet 50 Euro. Der Verein „Leben spenden KMT“ übernimmt diese Kosten für jeden Spender. Dieser ist ein privater, gemeinnütziger Verein mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden und Sponsoren, was leider immer schwieriger wird“, so Walter Brenner, Vorstandsmitglied des Vereins.

Bei der Typisierung selbst bekommen die Personen zuallererst Informationsblätter zum Durchlesen. Sollten sie sich registrieren lassen, gilt es noch, eine Einverständniserklärung mit den persönlichen Daten auszufüllen und zu unterschreiben. Danach geht es zur Blutabnahme. Es werden rund drei Milliliter Blut für die Analyse des HLA (Humane Leukozytenantigen)-Typs abgenommen.

Personen von 17 bis 45 Jahren als Spender

„Die persönlichen Daten bleiben bei uns in der Datenbank, unterliegen dem österreichischen Datenschutzgesetz. Mit einer anonymen Nummer und dem HLA Typ kommt man in die weltweite Datenbank. Sollte irgendwo auf dieser Welt ein Patient genau diesen HLA-Typ für eine Stammzellentransplantation benötigen, werden wir sofort informiert. Und wir nehmen den Kontakt mit dieser Person auf und informieren diese, dass sie eventuell als Spender in Frage kommt“, erklärt Brenner.