Neue Kindergarten-Leiterin Galee im Interview

23 Jahre lang war Karin Galee als Pädagogin im Kittseer Kindergarten tätig. Nun nimmt die 43-Jährige das Steuer der Bildungseinrichtung in die Hand.

Erstellt am 18. September 2021 | 05:38
Karin Galee
Foto: zVg

Kittsee verzeichnete in den letzten Jahren einen enormen Bevölkerungszuwachs. Aus diesem Grund müssen auch die Bildungseinrichtungen der Grenzgemeinde immer wieder den neuesten Anforderungen angepasst werden. Dieser besonderen Herausforderung stellt sich seit Anfang September die neue Kindergartenleiterin Karin Galee. Mit der BVZ sprach die gebürtige Kittseerin über ihre Beweggründe, Pläne und die bereichernde Arbeit mit Kindern.

BVZ: Was hat Sie dazu veranlasst, die Leitung des Kindergartens zu übernehmen?

Karin Galee: Durch meine langjährige und enge Verbundenheit zu unserem Haus war es für mich selbstverständlich. Außerdem finde ich neue Herausforderungen immer spannend.

BVZ: Wie viele Kinder besuchen derzeit den Kindergarten Kittsee? Aus wie vielen Personen besteht Ihr Team?

Galee: Mit acht Kindergarten- und einer Kinderkrippengruppe zählt unser Kindergarten zu den größten Institutionen des Burgenlandes. Im Laufe des heurigen Kindergartenjahres erreichen wir mit 215 Kindern eine 100 prozentige Auslastung. Wir sind 24 Personen im Team: neun Pädagoginnen, drei Integrationspädagoginnen, zehn Helferinnen und eine Person, die in der Küche tätig ist.

BVZ: Stichwort Mehrsprachigkeit: Worauf muss hierbei besonderes Augenmerk gelegt werden?

Galee: Da der Anteil der Kinder mit nicht deutscher Muttersprache in unserer Institution 72 Prozent beträgt, ist es natürlich für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die Kinder in ihren sprachlichen Kompetenzen zu stärken und zu fördern. Daher liegt der Fokus unserer Arbeit in der Spracherziehung. Mit viel Engagement versuchen wir, diese spielerisch zu vermitteln. Große Unterstützung finden wir dabei in unserem Projekt „Plaudertasche“. Ich bin sehr dankbar für solch Unterstützung und strebe diese auch weiterhin an. Es ist mir ein großes Anliegen, dass alle Kinder in den unterschiedlichsten Bildungsbereichen gefördert, sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt und mit viel Kompetenz auf die Schule vorbereitet werden. BVZ: Sie betreuen in Ihrer Einrichtung auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Können Sie dies konkretisieren und näher ausführen?

Galee: Wir betreuen zurzeit vier Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Inklusion steht dabei im Vordergrund. Ich empfinde es immer sehr positiv, wenn ich unsere Integrationsgruppen betrete und sehe, wie sich die Kinder um diese kümmern, sie unterstützen und für sie Verantwortungen übernehmen. Integrationspädagoginnen versuchen, für die Kinder eine angenehme Atmosphäre in den Gruppen zu schaffen, sie haben dabei auch die Möglichkeit, auf die Bedürfnisse der Integration einzugehen und die Kinder so individuell zu fördern. Ohne sie wären diese Arbeit und das gemeinsame Miteinander nicht möglich.

BVZ: Was ist das Besondere am Arbeiten mit Kindern?

Galee: Die Herzlichkeit der Kinder zu erleben und sie „beim Wachsen“ begleiten zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes in unserem Beruf. Eine willkommene Abwechslung zu den derzeit umfassenden administrativen Arbeiten ist für mich das Musizieren, Spielen, Basteln und „Plaudern“ mit den Kindern in den Gruppen, wo ich meine Reststunden aufarbeite.