Parken mit Hindernissen. Birgit Böhm-Ritter über ein ausbaufähiges Parksystem.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 06. März 2019 (04:25)

Fährt man nach Neusiedl am See, um im Zentrum Erledigungen zu machen, so braucht man nicht lange einen Parkplatz zu suchen. In der Stadt gibt es ausreichend Stellplätze und neuerdings sind auch immer welche frei. Das ist die gute Nachricht.

Läuft man schnell zum Bäcker, um sich Brot und Gebäck zu kaufen, oder etwa auf die Post, um ein Paket aufzugeben, so kann es allerdings sein, dass man sich nach wenigen Minuten Parkzeit schon über eine Strafgebühr ärgern muss. Das ist die schlechte Nachricht. Ohne Parkschein, gibt es nämlich einen Strafzettel, denn auch das dreißig-minütige Gratisparken muss mit einem Parkticket gekennzeichnet werden. So die geltende Rechtsmeinung.

Eine Barriere für Kunden, die diese immer seltener auf sich nehmen wollen. Vor allem, wenn es die Möglichkeit gibt, im Einkaufszentrum am Stadtrand so lange kostenlos parken zu dürfen wie notwendig. Hat der Einzelhandel mit Shoppingcenter am Stadtrand und dem immer stärker werdenden Online-Handel bereits genug zu kämpfen, so könnte ihm diese Parkregelung noch den letzten Rest geben. Es bedarf hier einer kundenfreundlichen Änderung für die ersten 30 Parkminuten, sonst ist das Gratisparken mangels Kunden künftig umsonst.