Auf der Erfolgsspur: Seewinkler Gemüse liegt im Trend. Der Umsatz ist auf 83 Millionen gestiegen. Künftig wird vermehrt ein Augenmerk auf Verpackungsreduktion gesetzt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 30. November 2019 (06:17)
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Nach der im September über die Bühne gegangenen Fusion von LGV und SSG (Seewinkler Sonnengemüse) mit Sitz in Wallern steht die „LGV Sonnengemüse eingetragene Genossenschaft“ für 150 österreichische Familienbetriebe aus den besten Gemüseanbauregionen des Landes.

Der Umsatz konnte 2019 insgesamt um 12 Prozent auf über 83 Millionen Euro gesteigert werden und ist somit der höchste Umsatz seit dem Bestehen der LGV. Dies entspricht einem Erntevolumen von rund 43.000 Tonnen Frischgemüse. Nach fünf Saisonen stehe erstmals wieder ein Plus vor dem Jahresergebnis. Die Nachfrage der Konsumenten nach regionalem Frischgemüse steige kontinuierlich, heißt es in einer Aussendung.

Josef Peck, Vorstand der LGV Sonnengemüse, hat bereits in der laufenden Gemüsesaison begonnen neue Weichenstellungen vorzunehmen – die BVZ hatte berichtet. Neben den Synergien, die sich durch die Fusion beider Unternehmen (LGV und SSG) ergeben, setzt Peck auf eine strategische Reorganisation und hohe Qualitätsorientierung bei Produkt und Produktion sowie stärkerer Vernetzung von Vertrieb und Marketing.

„Das Bewusstsein der Konsumenten für eine nachhaltigere Lebensführung wird auch in Zukunft eine höhere Nachfrage von österreichischem Gemüse zur Folge haben.“Josef Peck, LGV Vorstand

Den größten Vorteil sieht er dabei im Produkt und bei den familiengeführten Betrieben: „Gemüse gewinnt in unserer Ernährung zunehmend an Bedeutung und speziell heimisches Gemüse liegt voll im Trend. Das Bewusstsein der Konsumenten für eine nachhaltigere Lebensführung, wobei auch das gemeinsame Essen und Kochen eine immer wichtigere Rolle spielt, wird auch in Zukunft eine höhere Nachfrage von österreichischem Gemüse zur Folge haben.“ Dabei würden immer mehr Konsumenten auf die Herkunft und auf die Produzenten des Gemüses achten. Hier könne man mit den Familienbetrieben punkten.

Für 2020 liegt der Fokus auf der Festigung des Kerngeschäftes, der Produktion von Frischgemüse, sowie darauf, innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Besonderes Augenmerk gilt den Anbauversuchen und der Reaktivierung alter Sorten. Ziel ist es, neue gut schmeckende Gemüsearten zu finden, die in den Folgejahren nachhaltig von den den Gemüsebauern produziert werden und so den Weg ins Regal des Einzelhandels finden.

Die LGV steht auch für sinnvolle Verpackungsreduktion und überprüft laufend bestehende und neue Produkte auf mögliche Ressourceneinsparungen. Seit 2018 kann der Handel Snackgemüse lose von LGV beziehen. Dem Lebensmittelhandel beziehungsweise dem Konsumenten werden Papiersackerl zur Verfügung gestellt. Bei den diversen Tassen wurde schon auf Karton umgestellt. Dort, wo sich momentan Kunststoff noch nicht vermeiden lässt, kommt recycelbares Material zum Einsatz. Ein eigens dafür eingesetztes Team trifft regelmäßig zum Thema Verpackungsvermeidung zusammen.