Geschenk gibt Rätsel auf. Das anonym abgegebene Trommelwagerl erfreute das gesamte Team des Musikvereins Jois.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 17. Januar 2019 (05:41)
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Vergnügt. Matthias Strassl und Nico Glatthaar freuten sich über das Geschenk vom „Christkind“. Beim Neujahranspielen meinte Nico: „Mit dem neuen Wagerl fährt man so gut wie mit einem Allrad!“

Es scheint so, als wären die Mitglieder des Musikvereins Jois letztes Jahr besonders brav gewesen. Denn pünktlich zum Neujahranspielen durften sie sich über ein großzügiges Geschenk vom „Christkind“ freuen. „So ein liebes Christkind kann man sich nur wünschen. Es handelte eindeutig mit Gespür für’s Dringende“, zeigt sich Maria Steurer vom Musikverein Jois dankbar.

Am Tag vor dem Neujahranspielen gab es für alle eine große Überraschung, ein neues Trommelwagerl wurde im Clubraum des Musikvereins abgestellt, mitten im Raum, mit einer Weihnachtskarte vom „Christkind“ versehen. Entdeckt vom Kapellmeister und nach einem kurzen, sprachlosen Moment ist der „MV-Nachrichtendienst“ auf Hochtouren gelaufen.

Da blieb es nicht aus, dass Vermutungen angestellt und „Verdächtige“ gesucht wurden. „Wir haben uns tagelang den Kopf zerbrochen, wer uns still und heimlich das Trommelwagerl in unseren Clubraum gestellt hat. Aber wir wissen bis heute nicht, wer das selbstlose Christkind ist. Auch seinen Komplizen kennen wir nicht - den muss es aber geben, denn ohne Schlüssel kommt man nicht in den Clubraum. Oder kommt das Christkind doch durch‘s geschlossene Fenster?“, schmunzelt Steurer.

Das alte Trommelwagerl habe im vergangenen Jahr seinen 30. Geburtstag gefeiert und musste schon mal die eine oder andere „Notoperation“ über sich ergehen lassen. „30 Jahre gehen an niemandem spurlos vorüber, weder optisch noch körperlich“, so die Musikerin.