Neugestaltung für Podersdorfer Mole. In der umfassenden Weiterentwicklung des Strandbades Podersdorf am See konnte nun der nächste, große Meilenstein präsentiert werden. Es geht um nicht weniger als einen der meist besuchten und fotografierten Plätze des Burgenlandes: Der Bereich rund um den Podersdorfer Leuchtturm.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. Juli 2021 (11:45)

Im Zuge der Neugestaltung wurde bereits im Mai dieses Jahres die innovative Familien-Erlebniswelt PODOplay in Podersdorf am See eröffnet. Von Beginn an zeichnete sich eine Erfolgsgeschichte ab: knapp 100.000 Strandbadbesucher machten sich bereits ein Bild von der einzigartigen Anlage. Parallel dazu beschäftigte man sich mit der Neugestaltung der Mole. 

Sieger im Architekten-Wettbewerb stehen fest

„Der Bereich zum Beispiel rund um den Leuchtturm – das ist unsere Visitenkarte. Dort verkehren zu Spitzenzeiten tausende Personen täglich. Der Leuchtturm ist in der Zwischenzeit nicht nur Markenzeichen der Gemeinde, sondern steht schon für das ganze Burgenland“, streicht Bürgermeisterin Michaela Wohlfart (ÖVP) die Bedeutung dieses Platzes hervor. Dementsprechend genau hat man im Rahmen eines Wettbewerbes die Entwürfe geprüft. 

Nun steht der Sieger fest: Das Team „Architekten Söhne & Partner“ und „lescha & partner“ konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und überzeugte die Jury. Die Herangehensweise beschreibt DI Thomas Bärtl (Söhne & Partner) wie folgt: „Wir bauen Landschaft – Natur und Kultur, Sanftheit und Ruhe, Geborgenheit und Ausgewogenheit sind die Grundbausteine des Masterplans für das Strandbad Podersdorf. Diese erzeugen gemeinsam ein Alleinstellungsmerkmal das weit über die Region wirken wird.“

Dass sich die Gemeinde der besonderen Lage direkt am See bewusst ist, beweisen auch die Ausschreibungsunterlagen sowie die Bewertungskriterien im Wettbewerb: Rückbau, begrünte Zonen, mehr Qualität für den See und sensibler Umgang standen dabei im Vordergrund. Weltkulturerbe war ebenso wie Natur- und Landschaftsschutz in den Prozess involviert. 

Tourismus und Naturschutz unter einem Hut

„Die besondere Lage, der Blick zum See – das steht bei uns im Mittelpunkt. Die Bauwerke müssen sich der Natur möglichst unterordnen und nicht umgekehrt“ bringt es der Geschäftsführer der Freizeitbetriebe Podersdorf, Rene Lentsch, auf den Punkt. Oft stehen sich die touristisch-wirtschaftlichen Vorstellungen und die Anforderungen aus Sicht des Naturschutzes im Weg – vor allem wenn es sich um Projekte in solch sensiblen Bereichen handelt.

Das Siegerprojekt aus Podersdorf am See beweist aber: Man kann die beiden Seiten auch unter einen Hut bekommen. Das bestätigt auch Rudolf Golubich, Obmann der Freunde des Neusiedlersees: „Im uns vorgelegten Entwurf findet sich ein ehrliches Bestreben, die touristische Entwicklung mit Kultur- und Naturschutz in Einklang zu bringen. Das stimmt zuversichtlich, hier auf ein Vorzeigeprojekt hoffen zu können."

Betreiber für neue Gastro gesucht

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Moderner Hafen für Fahrradfähren, Tageshafen für Segel- und Elektroboote
  • Gastronomie mit begehbarem Gründach
  • Massive Aufwertung der Mole (Wege- und Grüngestaltung)
  • Rückbau der Gebäude, die den Blick zum See verhinderten
  • Großzügiger Flanierbereich durch Vergrößerung des öffentlichen Bereiches (Park-Gestaltung)

In weiterer Folge werden nun Betreiber für das Gastro-Projekt gesucht bzw. der Masterplan mit dem Architektenteam und allen Beteiligten im Detail ausgearbeitet. Der endgültige Plan soll im Herbst präsentiert werden. Als Baustart wird Herbst 2022 anvisiert.