Bau im Zentrum: zwei Shops, 13 Wohnungen. Die CAG Immo GmbH errichtet ein Wohnhaus mit zwei Geschäftslokalen im Stadtkern von Neusiedl am See.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 15. Mai 2021 (03:23)

Über ein Jahr lang klaffte eine große Baulücke mitten im Stadtzentrum. Seit dem Abriss des Gebäudes in der Unteren Hauptstraße 35 im Dezember 2019, in dem bis dahin auch der Eissalon „Dolce Vita“ untergebracht war, ist es auf dem Grundstück lange ruhig geblieben. Seit wenigen Wochen herrscht dort aber rege Bautätigkeit. Im Rahmen der Aktion „Frag die BVZ“ haben mehrere Leser nachgefragt, was hier entstehen wird. Die BVZ hat mit Gerald Haider gesprochen. Er ist Geschäftsführer der CAG Immo GmbH, die am besagten Grundstück ein Wohnprojekt verwirklicht. 15 Einheiten – 13 Wohnungen und zwei Shops – werden hier gebaut, wobei eine Wohneinheit bereits zu einem Büro umfunktioniert wurde. Dafür wurde bereits ein Mieter gefunden.

Die Genehmigungs- und Planungsphase lief bereits seit März 2018, gestaltete sich aber langwierig, weil insgesamt fünf Grundstücksparzellen für das Projekt verbaut werden. Nun soll es aber schnell gehen. „Kommende Woche werden die ersten Wände aufgestellt. Ende des Jahres soll der straßenseitige Trakt mit zwei Geschäftslokalen fertig sein“, beschreibt Haider.

Das gesamte Gebäude wird sich von der Unteren Hauptstraße bis zur Franz-Liszt-Gasse strecken. Der Trakt auf der Hauptstraße ist mit einem Keller, einem Erd- und Obergeschoss sowie einem Dachgeschoss geplant. „Die Höhe orientiert sich am Nachbargebäude, dem Fitness-Center“, erklärt Planer und Baumeister Jürgen Lukas. Der mittlere Trakt wird zwei Geschoße bekommen, der hintere Trakt an der Franz-Liszt-Gasse ist mit einem Sockelgeschoss, einem Erd- und einem Obergeschoss geplant. „Dieser Trakt wird zwei Maisonettwohnungen zu je 80 Quadratmeter bekommen“, führt Lukas aus.

Momentan sei man mit den Bauarbeiten im Zeitplan, eine Verzögerung wegen der Coronakrise oder Lieferengpässe von Baumaterialien hat es bis dato laut Haider noch nicht gegeben.

Regionale Firmen sind Mangelware

Schwierigkeiten gebe es eher im Bereich einheimischer Professionisten. Diese seien nämlich schwierig zu finden. „Wenn wir 18 Firmen anschreiben, kommen drei Angebote zurück“, konkretisiert Haider. Seit 2018 herrsche ein regelrechter Bauboom, die Auftragsbücher seien voll, die Unternehmen ausgelastet, so ein Erklärungsversuch von Baumeister Lukas. Für die gute Auftragslage lokaler Firmen sei auch der Handwerkerbonus des Landes mitverantwortlich, glaubt Haider. Er profitiere mit seiner Dachdeckerei selbst davon: „Bis Ende Juni sind so viele Dachsanierungen beauftragt wie normalerweise bis zum Jahresende.“