Neusiedl am See

Erstellt am 12. Mai 2018, 05:00

von BVZ Redaktion

Schüler retten gefährdete Molche. Kammmolche sind auf ihrer Wanderungen zum Laichplatz von Autos bedroht.

Gefährdet. Kammmolche stehen auf der roten Liste.Shutterstock.com/Federico Crovetto  |  Shutterstock.com/Federico Crovetto

Der Kammmolch ist Österreichs größter Molch. Er ist vom Aussterben bedroht und befindet sich daher auf der roten Liste. Direkt vor der Handelsakademie Neusiedl am See haben diese Tiere einen Rückzugsort gefunden.

Von Februar bis April erwachen die Molche aus ihrem Winterschlaf und beginnen ihre Wanderung zu den Laichplätzen. Erst nach der Fortpflanzung verlassen die kleinen „Drachen“ das Gewässer wieder. Gerade während dieser Wanderung kommen viele Molche im Straßenverkehr um. Sie brauchen daher in der Laichsaison, genauso wie viele andere Amphibien, besonderen Schutz.

Rettungsaktion ins Leben gerufen

Unmittelbar vor der HAK Neusiedl am See befindet sich ein für Kammmolche perfekter Rückzugsort. Es handelt sich um einen Seitenkanal entlang des Fahrradweges. „Dieser wird täglich auch von Autos benutzt, wodurch sehr viele Tiere gerade während ihrer Wanderschaft überfahren werden“, wissen die Schüler der 3CK, die gemeinsam mit ihrer Lehrerin Julia Karger eine Rettungsaktion für die Lurche ins Leben gerufen haben. Die Schüler haben sich auf die Suche nach den Amphibien gemacht, um sie von der Straße wegzubringen und auf die danebenliegende Wiese zu retten.

Rettungsaktion für Kammmolche. Emara Ahmed, Direktorin Beata Sämann-Takacs, Sebastian Holzer, Carmen Schübl , Dominik Gettinger, Bgm. Elisabeth Böhm, Carina Kracher, Laura Sack, Eva M Goldenitsch, Chiara-Maria Altenburger,Sophie Tieber , Nicole Wellan, Jens Van der Woerdt , Moritz Adrian, Prof. Julia Karger , Bianca Chladek, Stefan Matz, Carina Unger, Bettina Stranz, Lena Horvath und Ciara Steurer.  |  BVZ

Einer der Schüler, Timothy Silberer, zeigte dabei besonderen Einsatz für die Tiere. Er berichtete der Gemeinde von seinem Herzensanliegen: Bürgermeisterin Elisabeth Böhm ließ nun Tafeln anbringen, die die Autofahrer auf die Molchwanderung hinweisen sollen. „Es wäre wünschenswert, wenn dieser Weg innerhalb der nächsten Wochen etwas weniger genutzt werden würde. So könnten schon viele unserer Schützlinge überleben“, so der Appell der Schüler. In der Akademie der Wirtschaft freut man sich schon darauf, im nächsten Jahr noch mehr Molche zählen zu können.