Vertrag von Surf-Worldcup verlängert. Der Neusiedler Gemeinderat beschließt einstimmig eine Vereinbarung mit den Veranstaltern für die Jahre 2020 bis 2022.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 06. November 2019 (05:41)
Mit der Verlängerung des Vertrages zwischen Stadtgemeinde und Veranstalter ist ein erster Schritt getan, um das Surfevent auch künftig in Neusiedl am See zu haben.
Martin Reiter

Im Rahmen der Aktion „Frag die BVZ“ hat ein Leser angefragt, ob der Surf Worldcup 2020 wieder in Neusiedl am See stattfinden wird. Geht es nach dem Neusiedler Gemeinderat, dann wird die beliebte Surfveranstaltung auch den kommenden Sommer in der Region einläuten.

Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung für den Verbleib des Surf Worldcups in Neusiedl am See ausgesprochen. Alle vertretenen Fraktionen stimmten für einen Dreijahresvertrag mit den Veranstaltern, der Surf Worldcup GmbH. Somit wurde erstmals eine längerfristige Vereinbarung beschlossen.

Drei Mal – in den Jahren 2017, 2018 und 2019 – wurde die Veranstaltung im Neusiedler Strandbad ausgetragen, nachdem sich Podersdorf als Veranstaltungsort zurückzog. Bis dato wurde in Neusiedl am See jedes Jahr mit den Veranstaltern neu verhandelt und Verträge vor allem auf Wunsch der Bürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) nur auf ein Jahr abgeschlossen. Bei Finanzierungsgesprächen mit den Banken sei das immer ein Nachteil gewesen, betont Veranstalter Gerhard Polak gegenüber der BVZ. Ein längerfristiger Vertrag bringe dementsprechende Erleichterungen bei der Planung und Organisation des Events. Der Schwenk der Bürgermeisterin basiere „auf positiven Erfahrungen“. Die Veranstaltung werde von der ganzen Region gut angenommen, so Böhm.

In welchem Format es die Veranstaltung 2020 geben wird, darüber hüllen sich die Veranstalter allerdings noch in Schweigen. Ob ein kleineres Summeropening oder ein großes Surfevent - erstmals seit 2016 wieder mit PWA-, also Weltcup-Status - das sei noch nicht fixiert. „Alles ist möglich. Wir haben schon viele Varianten ausprobiert, haben viele Erfahrungen gesammelt und aus Fehlern gelernt. Wir können alles, ob es eine kleinere oder größere Veranstaltung wird“, sagt Polak.

Insidern zufolge hänge die Veranstaltung von möglichen Förderzusagen des Landes Burgenland ab. Gegenüber der BVZ bestätigt Polak nur, dass Gespräche mit SP-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes verschoben worden seien.