Parndorf stellt sich vor. Volksschule wird ausgebaut. Fokus auf soziales Miteinander. Trotz Corona-Krise hält die Gemeinde an Projekten fest.

Erstellt am 27. Mai 2020 (14:13)
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Coronakrise bremst Projekte

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gibt es neue Zeitpläne für Gemeindeprojekte, wie etwa für die Errichtung des Vereinshauses.

Durch die starken Auswirkungen der vielen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus (Covid 19) sind viele größere und kleinere Projekte in Parndorf in ihrem Fortschritt gebremst worden. Vor allem große Projekte haben einen gewissen Vorlauf, der derzeit nicht eingehalten werden kann. Wichtig ist Bürgermeister Wolfgang Kovacs darauf hinzuweisen, dass sämtliche geplanten Projekte nach wie vor umgesetzt werden, aber eben teilweise zeitverzögert. Kein Projekt soll seitens der Gemeinde aufgegeben werden, denn „wir werden kein Projekt vergessen!“, so der Bürgermeister.

Vereinshaus wird gebaut

Das größte Projekt, die Errichtung des „Vereinshauses“ neben dem neuen Kindergarten (Hanaweg), soll in Übereinstimmung und Abstimmung der Vereine, aller Parteien, der Bevölkerung und der Unternehmen erfolgen. Derzeit liegt laut Bürgermeister ein Erstentwurf vom Architekten vor, der vom Kostenrahmen (ca. 5 Millionen Euro) her umsetzbar ist. Noch stehen Rücksprachen aus, Detailänderungen sind noch zu berücksichtigen. Die Ausschreibung im Zusammenhang mit dem Vereinshaus erfolgt noch 2020. Mit dem Baustart rechnet der Ortschef 2021.
Allgemein wirkt sich der wirtschaftliche „Stillstand“ stark auf die Situation der Gemeinde Parndorf aus, die im Gegensatz zu landwirtschaftlich geprägten Gemeinden von Veränderungen im Handel besonders betroffen ist. Laut Bürgermeister Kovacs liegen die finanziellen Einbußen für die Gemeinde im heurigen Jahr inzwischen bei etwa 1,3 Millionen Euro. Diese setzen sich unter anderem aus Ausfällen seitens der Bundesertragsanteile und der Kommunalsteuern zusammen.

Dank an die Bevölkerung

Bürgermeister Wolfgang Kovacs: „Wir werden kein Projekt vergessen.“
 
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Die Gemeinde Parndorf müsse aber kein Personal kündigen, betont Kovacs. Er bittet aber um Verständnis, falls Amtswege länger dauern sollten als üblicherweise.

Das beliebte Dorffest im Juni und der Theatersommer Parndorf mussten aufgrund der Corona-Krise im heurigen Jahr abgesagt werden. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise möchte sich Bürgermeister Kovacs auch im Namen der Gemeinde herzlich für die große Unterstützung seitens der Bevölkerung bedanken. Viele Parndorferinnen und Parndorfer haben sich freiwillig gemeldet, um hilfsbedürftige Mitbürger (d.h. Personen, die zur „Corona-Risikogruppe“ gezählt werden) bei Einkaufswegen und Besorgungen zu unterstützen. Zu Beginn der Krise gab es Befürchtungen, dass sich Parndorf durch die Einkaufszentren zu einem „Corona-Hotspot“ entwickeln könnte. Dies traf nicht ein. In Parndorf gab es bis dato drei bestätigte Corona-Fälle. Diese hatten jeweils einen milden Krankheitsverlauf und gelten inzwischen als geheilt.

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