Neues Wohnviertel für Frauenkirchen. 107 Wohnungen und 15 Reihenhäuser am Sportplatz: Die Hälfte sind Dienstnehmer-Wohnungen für Therme.

Von Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 19. September 2019 (05:49)

Mit dem Spatenstich startete die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) vergangene Woche ein Großprojekt in der Stadtgemeinde. Dort wo jahrzehntelang der Fußball den Ton angab, fahren nun die Bagger auf: Auf dem alten Sportplatz werden insgesamt 107 Wohnungen und 15 Reihenhäuser entstehen.

Enge Partnerschaft mit St. Martins Therme & Lodge

Um das Projekt realisieren zu können, seien unzählige Besprechungen notwendig gewesen, sagte OSG-Chef Alfred Kollar im Rahmen des Spatenstichs und lobte dabei die „Engelsgeduld“ von Bürgermeister Josef Ziniel (SPÖ).

Das besondere an diesem Projekt der OSG ist die enge Partnerschaft mit der St. Martins Therme & Lodge. Fast die Hälfte der Wohneinheiten werden als Dienstnehmerwohnungen konzipiert. 56 Wohnungen sollen Wohnraum für 74 St. Martins-Mitarbeiter bieten. Dieses Angebot sei ein „Goodie“ für seine Mitarbeiter, erklärte Thermen-Geschäftsführer Klaus Hofmann. Er hofft, die Wohnungen in der Sportplatzgasse werden auch einen Anreiz für neue Mitarbeiter bieten.

Der erste Bauabschnitt soll in „sportlichen“ (Kollar) 16 Monaten fertiggestellt werden. Das Investitionsvolumen von 8,5 Millionen Euro beinhaltet zusätzlich zu den Dienstnehmerwohnungen ein Wohnhaus mit 21 Wohnungen und die Sanierung des alten Bahnhofgebäudes, in dem sechs weitere Wohnungen Platz finden werden. In einem zweiten Bauabschnitt sind 24 Wohnungen und 15 Reihenhäuser geplant. Für das Gesamtprojekt werden 15 Millionen Euro investiert.

Gute Lage: Ohne Auto geht´s auch

Am Areal neben dem Bahnhof wird ein komplett neues Wohnviertel entstehen auf dem nicht nur das OSG-Wohnprojekt Platz findet. Die Stadtgemeinde Frauenkirchen schließt dort auch zwölf Baugründe auf. In Frauenkirchen finde eine Umstrukturierung statt, betonte Bürgermeister Ziniel: „Wohnraum verdichtet sich, Sport und Freizeit rückt an den Rand.“

Damit weiche man auch Konflikten aus, die es hier am alten Sportplatz immer wieder gegeben habe. Einen weiteren Vorteil für das neue Wohnviertel sieht er in der unmittelbaren Nähe zum Bahnhof: „Wer will, spart sich sein Leben Lang ein Auto.“

Nach dem Spatenstich wurde gleich nochmals zum Spaten gegriffen und der nächste „Plan B-Baum“ gepflanzt. Mit dem „Plan B-Baum“ möchte die OSG einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gestartet wird mit 152 Bäumen.