Parndorf

Erstellt am 13. Juli 2018, 06:36

von BVZ Redaktion

Mieter erzürnt: Wohnhaus desolat. Bewohner eines Parndorfer Mietshauses fühlen sich von der zuständigen Genossenschaft im Stich gelassen.

Mangelhaft. Schäden am Haus werden, wenn überhaupt, dann nur notdürftig geflickt, klagen die Mieter.  |  zVg

Im Mietshaus mit der Parndorfer Adresse Neusiedlerstraße 10 herrscht Aufruhr: Die Bewohner beklagen desolate Zustände und eine Genossenschaft, die sich nicht um die Probleme vor Ort annehmen will.

Die Genossenschaft, es handelt sich um die Wohnbauvereinigung GFW (ehemals GÖD), würde zwei Mal jährlich die Mieten erhöhen, aber nichts in die Instandhaltung des Hauses investieren, wie ein Mieter, der anonym bleiben möchte (Name der Redaktion bekannt), der BVZ schilderte. „Es sind bereits zehn Mieter ausgezogen und vier weitere haben auch vor zu kündigen. Wir haben schon einige Male eine Mieterversammlung gefordert, jedoch wurde diese immer abgelehnt, weil vom Gesetz nicht erforderlich“, so der Mieter.

Unerträglich seien die Zustände nach einem Unwetter im vergangenen August geworden, bei dem Teile des Dachs abgedeckt wurden. Mit den Reparaturen sei erst Monate später begonnen worden, obwohl Wasser in die Wohnräume tropfte. Schimmelbefall in den Wohnungen werde von der Genossenschaft mit falschem Lüften vonseiten der Mieter begründet.

Die Nachbarin des anonymen Hausbewohners, eine junge Frau mit zwei Kindern, war aufgrund von Wasserschäden kürzlich gezwungen, ihr Heim zu verlassen. Eine Ersatzwohnung habe sie erst mit Nachdruck und sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt bekommen, schildert der Hausbewohner.

Unqualifizierte Arbeiter verursachen Schäden

Die Arbeiter, die schließlich zur Reparatur des Wasserschadens geschickt wurden, seien für die Arbeiten unqualifiziert gewesen: „Ein befreundeter Baumeister hat ihnen erst sagen müssen, wo das Problem liegt. Durch ihre Arbeit gibt es in der Wohnung jetzt mehrere Schäden. Die Fliesen im Bad sind zerkratzt, eine Kommode ist beschädigt. Ich habe den Polier gefragt, warum sie nichts abdecken. Es kam keine Antwort.“

Trotz mehrerer Anfragen hat die BVZ bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme von der Genossenschaft GFW erhalten.