Podersdorf am See

Update am 04. Februar 2019, 15:17

von Paul Haider

Podersdorf: Drei Tiere vergiftet. In Podersdorf wurden zwei Katzen und ein Hund mit Rattengift vergiftet Hinweise zum Täter gibt es bis dato nicht.

Tiere dürften mit Rattengift getötet worden sein  |  NOEN, APA (Archiv/dpa)

Ein Podersdorfer Haustierbesitzer musste Ende Jänner den zweiten Schicksalsschlag innerhalb eines Jahres hinnehmen. Im April 2018 fand er seine Katze tot vor der Haustüre liegend. Damals ließ er das verendete Tier in der Tierklinik Parndorf untersuchen, die die Diagnose Vergiftung durch Rattengift stellte.

Ende Jänner dann der zweite Schock: Schon wieder lag eine erst neun Monate alte Katze des Podersdorfers tot vor der Haustür.

Auch dieses Tier wurde in der Tierklinik Parndorf untersucht, und wieder wurde festgestellt, dass die Katze durch Rattengift (antikoagulante Rodentizien) zu Tode gekommen ist.

Giftköder ausgelegt

Dieses Mal erstattete der Katzenbesitzer Anzeige, wie Polizeisprecher Heinz Heidenreich der BVZ am Montag berichtete: „Die Katze wurde Ende Jänner vergiftet, aber der Besitzer hat erst heute das Ergebnis der Untersuchung von der Tierklinik bekommen. Am Montag ist er dann auch gleich auf die Polizeiinspektion gekommen, um Anzeige zu erstatten.“

Ebenfalls im April hat in der gleichen Nachbarschaft ein Hund Rattengift gefressen. Die Polizeiinspektion Podersdorf teilte der BVZ mit, dass der Vierbeiner die Vergiftung trotz großer Qualen überlebt habe. Derzeit gebe es laut Polizeisprecher Heidenreich keinen Hinweis darauf, dass der vergiftete Hund in Zusammenhang mit den getöteten Katzen steht, es sei aber „auffällig, dass alles in derselben Gegend geschehen ist“.

Die Polizei vermutet, dass im Nahebereich des Wohnhauses des Katzenbesitzers Giftköder ausgelegt wurden: „Man geht nicht davon aus, dass man die toten Katzen vor die Haustür gelegt hat. Laut dem Besitzer haben sich die Katzen maximal in einem Bereich von 300 Metern rund um das Haus bewegt. Katzen gehen, wenn es ihnen schlecht geht, meistens in einen geschützten Bereich zurück. Wahrscheinlich haben sie es selbst noch bis nach Hause geschafft“, so Polizeisprecher Heidenreich.

Hinweise erbeten!

Auf der Suche nach dem Täter tappt die Polizei derzeit noch im Dunkeln. Es sei weder bekannt, dass ein Nachbarschaftsstreit entbrannt sei, noch wurden Giftköder gefunden, die Hinweise auf den Tierquäler geben könnten. Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung: Diese können bei der Polizeiinspektion Podersdorf abgegeben werden 059133  1151-100