„Sehr hohes Risiko“ im Bezirk Neusiedl. Die Corona-Kommission hat in ihrer Sitzung vom Donnerstag den Bezirk Neusiedl am See als ersten Bezirk des Burgenlandes auf Rot gestellt. Sie sieht in der Region ein sehr hohes Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Von Birgit Böhm-Ritter. Update am 23. Oktober 2020 (15:04)
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Der Inzidenz-Wert (positive Fälle auf 100.000 Einwohner) der vergangenen sieben Tage liegt derzeit laut AGES Dashboard bei 136, und damit auch über den österreichweiten Durchschnitt (134,5). 81 Corona-Fälle wurden in den letzten sieben Tagen vermerkt. Zuletzt wurde ein Cluster in einem Pflegeheim in Frauenkirchen mit sechs positiven Fällen bekannt.

Einschränkungen für den Bezirk, die über die allgemein geltenden Regeln hinausgehen gehen, betreffen in erster Linie Veranstaltungen. Angesichts der Ampelschaltung auf „Rot“ erlässt die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See eine Verordnung, laut der die Besucherzahl für alle Veranstaltungen indoor auf 100 und outdoor auf 250 Besucher beschränkt wird.

Rote Ampelphasen für die Bezirke sind nicht ident mit der Schulampel, heißt es in einer Aussendung der Bildungslandesrätin Daniela Winkler. Für nach den Herbstferien sind im Burgenland keine Schulschließungen oder eine Verlängerung der Ferien geplant. „Schulen und Kindergärten sind nicht die großen Hotspots. Die empfohlenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sorgen grundsätzlich für einen geordneten Schulbetrieb. Studien bestätigen, dass Kinder primär ein äußerst geringes Risiko für Infektionen und Ansteckung tragen“, sagt Winkler, die zugleich eindringlich davor warnt, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aufgrund einzelner Vorkommnisse zu schließen.