Baustart für Orthodoxes Kloster im Frühjahr 2020. Nach Verzögerungen liegt der rechtskräftige Baubescheid für das erste orthodoxe Kloster Österreichs nun auf.

Von APA, Redaktion und Birgit Böhm-Ritter. Erstellt am 06. November 2019 (15:53)
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Das erste orthodoxe Kloster Österreichs im burgenländischen St. Andrä am Zicksee soll nach "bewegten Jahren der Vorbereitung" nun definitiv errichtet werden, verkündete Eisenstadts Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics am Mittwoch in einer Aussendung. Es gebe einen rechtskräftigen Baubescheid, der Baustart soll im Frühjahr 2020 erfolgen.
Ursprünglich war der Baubeginn für Herbst 2019 geplant.

Nachdem das Kloster "Maria Schutz" in der Vergangenheit auf Widerstand aus der Bevölkerung gestoßen war, werde es nun aber definitiv gebaut, betonte Zsifkovics. Viele vormalige Gegner hätten mittlerweile eingelenkt. Mit der Grundsteinlegung auf dem von der Diözese Eisenstadt zur Verfügung gestellten Grundstück erwarte er ein "Happy End" nach den vielen Jahren der Vorbereitung.
Das Projekt habe sämtliche behördliche Instanzen und auch eine Volksabstimmung im Jahr 2017 erfolgreich durchlaufen. "Es hat sehr viel Desinformation gegeben. Die Lage ist aber jetzt so, dass die Mehrheit der Bevölkerung, der Gemeinderat und auch das Land positiv eingestellt sind und den Bau unterstützen", sagte Zsifkovics.

Das Kloster "Maria Schutz" soll aus vier etwa sechseinhalb Meter hohen Trakten bestehen, die in Form eines Quadrates angeordnet werden. In der Mitte ist eine Kirche geplant, deren höchster Punkt 13 Meter in die Höhe ragt. Untergebracht werden im Kloster unter anderem die Zellen für die Mönche, Empfangsraum, Werkstätten, Refektorium und eine Bibliothek. In einer zweiten Bauphase könnten darüberhinaus eine Gästehaus sowie Kapellen errichtet werden. Geplant wurde das Gebäude vom Wiener Architekten Themistoklis Ioannou. Die Kosten für den Bau schätzte er auf sechs bis sieben Millionen Euro. Acht bis zwölf Mönche werden das Kloster in St. Andrä bewohnen.