Parndorf: Ratten im Visier. Die Gemeinde Parndorf geht mit einer neuen Verordnung gegen die Vermehrung von Ratten im Ortsgebiet vor.

Von Paul Haider. Erstellt am 04. Juli 2020 (06:03)
Quälgeister. Landen Essensreste im Freien, oder werden im WC hinuntergespült, dann sind Ratten meist nicht weit.
Schneeweiß

Sie gelten als Krankheitsverbreiter und vermehren sich meist rasant in heimischen Kanalanlagen: Ratten. Um der Verbreitung der unbeliebten Nagetiere Einhalt zu gebieten, müssen die meisten Gemeinden regelmäßige Bekämpfungsaktionen durchführen.

So auch in Parndorf, wo ein bis zwei Mal pro Jahr Rattenköder von Schädlingsbekämpfungsfirmen im Kanalsystem ausgelegt werden.

Eine zusätzliche Maßnahme im Kampf gegen die Ratten stand auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Donnerstag in der Parndorfer Volksschule. Mit einer neuen Verordnung soll dem Überhandnehmen der Ratten Einhalt geboten werden.

Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) betont im BVZ-Gespräch, dass es in Parndorf derzeit keine akute Rattenplage gebe: „Das bewegt sich zu 90 Prozent im normalen Rahmen. Ein bis zwei Mal pro Jahr wird mit größeren Aktionen versucht, die Rattenvölker, die es in jedem Kanalsystem gibt, zu reduzieren. Wir machen diese Rattenverordnung nur, um etwas in der Hand zu haben, falls der eine oder andere einmal nicht einsichtig ist.“

Bürgermeister hofft auf Bewusstseinsbildung

Im Detail besagt die Verordnung, dass Hausbesitzer nun verpflichtet sind, Köder in den Hausanschlussschächten auslegen zu lassen.

Weiters solle mit der neuen Verordnung auch eine Bewusstseinsbildung erreicht werden. Die Tatsache, dass sich Ratten besonders über im WC hinuntergespülte Speisereste freuen, oder dass man kein Tierfutter im Freien stehen lassen sollte, sei eben noch immer nicht bei allen Dorfbewohnern angekommen, bringt es der Ortschef auf den Punkt: „Wenn die Ratten einen voll gedeckten Tisch haben, braucht man erst gar keine Köder legen.“