St. Andrä am Zicksee

Erstellt am 13. Februar 2019, 05:55

von Bettina Deutsch

Fahrdienst zum Arzt als besonderer Gemeinde-Service. Ab sofort können Bewohner aus St. Andrä am Zickee mit fehlender Mobilität einen Zustelldienst zum Gemeindearzt bestellen.

Mobilie Unterstützung. Die Ordination von Doktor Gerhard Payrich ist ab sofort auch per Gemeindebus für Patienten aus der Ortschaft zu erreichen.  |  zVg

Der Weg zum Arzt ist für so manchen beschwerlicher als gedacht. Und deshalb startet man in der Seewinkelgemeinde das Jahr 2019 mit einem besonderen Service für seine Bewohner.

Gesundsheitstopf im Sinne der Bevölkerung

Seit Jänner bietet die Gemeinde in Kooperation mit Gemeindearzt Doktor Gerhard Payrich einen Zustell- und Abholdienst zur Ordination an. Der Dienst wird vor allem für Menschen mit fehlender Mobilität angeboten. „Seit Jahren verfolge ich die Umsetzung dieser Idee, bin bereits oftmals an die Gemeinde damit herangetreten und freue mich, bei Bürgermeister Andreas Sattler auf offene Ohren gestoßen zu sein“, erzählt Doktor Gerhard Payrich

„Für uns als Gemeinde entsteht dadurch kein zusätzlicher Aufwand. Eine Gemeindemitarbeiterin wird die Transporte und Termine in Zusammenarbeit mit der Ordination von Doktor Payrich koordinieren, für die Fahrt hin und zurück stellen wir unseren Gemeindebus zur Verfügung, als Fahrer konnte unser Gemeindearzt Freiwilligen eine neue Aufgabe zuteilwerden lassen“, berichtet der Ortschef.

Die Anmeldung für den Abhol- und Zustelldienst ist jeden Vormittag, von Montag bis Freitag, möglich, ein zeitnaher Termin beim Arzt an demselben oder darauffolgenden Tag ist vorgesehen. Für die Fahrt ist ein Unkostenbeitrag von einem Euro fixiert. „Dieser Beitrag wird wiederum in einem Gesundheitstopf für notwendige Anschaffungen, wie zum Beispiel den Kauf eines Pflegebettes, für die Bevölkerung gesammelt“, offenbart Doktor Payrich.

Maßgebliche Vorteile für ältere Generation

Derzeit ist der Dienst nur für Fahrten in St. Andrä vorgesehen, eine Erweiterung, je nach Nachfrage, ist nicht ausgeschlossen.

„Wir fangen im kleinen Rahmen an. Zumeist sind Personen im Alter nicht mehr mobil. Nicht nur ein Arztbesuch ist für sie nicht einfach, auch am Dorfgeschehen können sie nicht mehr so wie früher teilhaben. Während der Fahrt und im Wartezimmer können sich gewiss ein paar interessante Gespräche ergeben. Zwei Aspekte in einem Dienst vereint“, so Payrich.