A4-Ausbau verzögert sich. Der dreispurige Ausbau der Ostautobahn bis zur Anschlussstelle Neusiedl-Gewerbepark wird nicht vor 2026 fertiggestellt sein.

Von Paul Haider. Erstellt am 21. August 2019 (05:55)
Asfinag
Bitte warten. Nach jetzigem Planungsstand wird man frühestens in sieben Jahren dreispurig auf der A4 bis Neusiedl am See fahren können.

Die Fertigstellung des dreispurigen Ausbaus der A4 wird von tausenden Reisenden und Pendlern sehnlich erwartet. Unfälle und Staus stehen auf der viel befahrenen Autobahn auf der Tagesordnung, die dritte Spur soll die erhoffte Entlastung bringen.

Und genau daran arbeitet die Asfinag auch schon seit mittlerweile fünf Jahren. Derzeit wird am Abschnitt von Fischamend bis Göttlesbrunn gewerkt, diese Etappe soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Doch der Baufortschritt auf der A4 geht vielen zu langsam. Kritik am Ausbau der Autobahn gibt es auch immer wieder von der Bezirksorganisation der ÖVP Neusiedl am See. Bezirksparteiobmann Rudolf Strommer und Landtagsabgeordneter Markus Ulram berichten jetzt, nach einem Arbeitsgespräch mit Asfinag-Vorstandsdirektor Josef Fiala, von Verzögerungen auf der Großbaustelle: „Laut Aussagen der Asfinag-Geschäftsführung ist mit der Fertigstellung des dreispurigen Ausbaus der Ostautobahn A4 bis zur Abfahrt Neusiedl am See Gewerbepark nicht vor 2026 zu rechnen. Das bisherige, von SPÖ-Landesräten genannte, Fertigstellungsdatum im Jahr 2021 kann nicht eingehalten werden“, heißt es in einer Aussendung der Bezirks-ÖVP.

Ausbau bis Bruck in zwei Etappen unterteilt

Auf BVZ-Nachfrage bestätigt Asfinag-Pressesprecherin Alexandra Vucsina-Valla diese Darstellung der ÖVP. Geschuldet sei die Verspätung einer Unterteilung des Ausbaus bis Bruck an der Leitha West in zwei Etappen:

Von 2019 bis 2020 wird am Abschnitt Fischamend bis Göttlesbrunn gearbeit.

Von 2021 bis 2022 soll der Abschnitt Göttlesbrunn bis Bruck/West dreispurig ausgebaut werden.

Gegenüber der BVZ erklärt Alexandra Vucsina-Valla, warum sich die Asfinag für diese Einteilung der Bauarbeiten entschieden hat: „Diese Maßnahme wurde ergriffen, da andernfalls alleine die Baustellenlänge mehr als 15 Kilometer betragen hätte. Damit auf der stark befahrenen A4 trotz des Ausbaus die Verkehrssicherheit, und auch die Verfügbarkeit so gut wie möglich erhalten bleibt, sind die Bauarbeiten nun so angelegt, dass die Baustellenbereiche nicht länger als maximal zehn Kilometer lang sind.“

Der weitere dreispurige Ausbau der A4 von Bruck an der Leitha West bis zur Anschlussstelle Neusiedl/Gewerbepark ist nach Angaben der Asfinag-Pressesprecherin derzeit noch in der Detailplanung. Nach jetzigem Planungsstand ist mit dem Start der Bauarbeiten im Jahr 2023 und einer Fertigstellung bis 2026 zu rechnen.